Wie Du mit einer simplen Frage unnötigen Stress vermeidest

 

Kennst Du das? Du fühlst Dich schlecht und bist angespannt und weißt gar nicht genau warum…

 

Schlechten Gefühlen gehen meist stressige Gedanken voraus.

 

Meist fängt es ganz harmlos an.

 

Du willst etwas Bestimmtes kaufen und der Supermarkt hat es nicht vorrätig, beim Arzt musst Du viel zu lange warten, die Dame in der Apotheke kann Dir keine Auskunft geben und das Essen im Restaurant ist kalt.

 

Oder Deine Mutter kommt zu Besuch.

 

Ihr schaut am Abend zusammen fern. Um 20:15 Uhr sitzt sie kerzengrade auf dem Sofa und rührt sich kaum.

 

Du bestehst darauf, dass sie es sich jetzt gemütlich macht. Du weißt doch, wie unbequem man da so sitzt, wenn man die Füße nicht hoch legen kann. Sie soll sich ja schließlich wohl fühlen. Du meinst es ja nur gut…

 

Sie möchte keine Decke und auch nicht die Füße hochlegen.

 

Zum Verrückt werden 😉

 

 

Beurteilen, was für andere das Beste ist, ist meistens stressig

 

Wenn ich bestimmen will, wie sich andere verhalten sollten oder wie eine Situation zu sein hat, fühle ich mich meist abhängig.

 

Handlungsunfähig.

 

Das gibt mir das Gefühl machtlos zu sein. Gefesselt und eingesperrt. Dieses Gefühl kann ich vermeiden, wenn ich bei mir bleibe. Bei dem, was ich tun kann.

 

Natürlich unterliegen wir alle gewissen Beschränkungen und Zwängen. Wir können nicht immer so, wie wir gerne wollen.

 

Ich muss aber nicht in einem Restaurant essen, dessen Service schlecht ist. Das ist deren Problem. Genau wie der schlecht sortierte Supermarkt.

 

Wenn ich nicht denke, die Welt müsste anders sein als sie ist, erspare ich mir eine Menge Stress. Ich kaufe woanders ein, wechsle die Apotheke oder lasse einfach das kalte Essen stehen. Das bringt mich wieder in eine aktive Position.

Das heißt, ich muss nicht warten oder etwas über mich ergehen lassen. Ich handele. Schon bin ich wieder mehr bei mir und dem, was ich tatsächlich tun kann.

 

Die Situation bleibt die gleiche, aber der Ärger ebbt ab, weil ich mich ihm nicht mehr so ausgeliefert fühle.

 

So weit, so klar – aber was kann man aktiv tun, um sich weniger vom Verhalten anderer Menschen stressen zu lassen?

 

Was Byron Katie uns über ein stressfreies Leben beibringen kann

 

 

Byron Katie, Begründerin der Methode „The Work“, liefert hier einen hilfreichen Ansatz.

 

Laut Katie entsteht ein großer Teil unseres Stresses, wenn wir uns gedanklich außerhalb unserer eigenen Angelegenheiten befinden. Wenn wir denken, Du musst freundlicher sein, Du solltest gelassener sein, Du musst dich mehr für meine Themen interessieren…

 

 

Sie unterscheidet drei Angelegenheiten im Universum:

 

  • meine
  • deine
  • und Gottes (alles was außerhalb meiner Kontrolle, Deiner Kontrolle oder der Kontrolle von irgendjemand anderem liegt, nennt Katie Gottes Angelegenheit)

 

 

 

 

Byron Katie empfiehlt uns die Frage:

 

 

In wessen Angelegenheit befinde ich mich?

 

 

Ist es meine Angelegenheit, ob der Supermarkt gut sortiert ist?

 

Ist es meine Angelegenheit, ob der Arzt seine Praxis gut organisiert hat?

 

Ist es meine Angelegenheit, ob meine Mutter bequem sitzt?

 

Nein.

 

Das alles sind nur MEINE Vorstellungen davon, wie die Welt oder andere Menschen zu sein haben.

 

Wenn Dich gerade etwas stresst, dann frage Dich doch einfach mal:

 

 

In wessen Angelegenheit befinde ich mich?

 

 

Wenn es nicht Deine ist, dann kannst Du Dich womöglich einfach entspannen 🙂

 

Ich freue mich, wenn Du mir schreibst!

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4 Antworten

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