Wie Du am besten mit negativen Gefühlen umgehst (ein ultimativer Trick)

Gefühle sind wie Besucher. Sie kommen und gehen. Wie gehen wir mit denen um, die wir nicht so gerne um uns haben wollen?

 

Ein Stich ins Herz, ein alter Schmerz oder ein Kloß im Hals. Du versuchst Dich abzulenken, aber diese diffuse Schwere und Betrübtheit bleibt…

 

Was kannst Du tun, anstatt zu verdrängen, zu viel zu essen, Dich weg zu dröhnen oder weg zu laufen? (Sport ist gut, aber es kommt auf die Motivation dahinter an…).

 

Vielleicht hilft Dir eines meiner Lieblingszitate von Rumi:

 

„Eine Freude, eine Depression, eine Gemeinheit, eine plötzliche Erkenntnis kommen wie ein unerwarteter Besucher. Heiße alle willkommen und unterhalte sie.“ – Rumi

 

Ein Besucher kann überraschend kommen – auch dann, wenn wir ihn nicht eingeladen haben oder es gerade überhaupt nicht passt.

 

Bitte ihn herein.

 

Jetzt ist er sowieso da.

 

Das ist nicht immer einfach. Nicht jeder Besucher ist willkommen. Aber je mehr Du ihm Raum gibst, desto einfacher wird Eure Begegnung.

 

Gefühle sind wie Deine Kinder

 

Oder brüllende Babys, die gesehen werden wollen und ein Schattendasein fristen. Hol sie ans Licht und gib ihnen Deine Aufmerksamkeit, dann müssen sie sich nicht immer durch die Hintertür aufdrängen oder Dich überrumpeln.

 

Gibt den Widerstand auf und sei offen

 

Gefühle wollen gehört und gesehen werden. Lass sie so sein, wie sie sind. Die Scham, den Schmerz, die Wut oder Einsamkeit.

 

Und das ist er auch schon, der ultimative Trick: Einfach den Widerstand aufgeben. Dann darf alles da sein. Lass Deine Tür offen. Gefühle kommen und (das ist sicher) sie gehen auch wieder.

 

Du bist (nicht) Deine Emotionen.

 

Du bist der Raum, in dem sie stattfinden. Der Gastgeber für Erfahrungen.

 

Seit ich meine Gefühle alle willkommen heiße (fast alle) geht es mir deutlich besser. Selbst wenn ich denke, ich halte ein Gefühl nicht aus – je mehr ich es annehme, desto entspannter fließt es weiter.

 

In der grandiosen Serie This is us sagt Kate zur ihrem Zwillings-Bruder, der den Tod ihres gemeinsamen Vaters nie verarbeitet hat:

 

Wenn du deine Traurigkeit nicht rauslässt, dann ist es als würdest du einatmen und den Rest deines Lebens nie mehr richtig ausatmen…“

 

Das stimmt. Man läuft nur mit halb soviel Sauerstoff und Kraft durch die Gegend, wenn man ständig ein altes Gefühl im Körper zurückhält.

 

Also: Atme aus.

 

Egal, was da schlummert. Es lohnt sich – auch dann, wenn es erst mal scheinbar schlimmer wird. Am anderen Ende der Traurigkeit wartet Lebendigkeit und Deine ganzes Potential auf Dich.

 

Alles Liebe,

Bine

 

PS: Bonustrick –  When life gives You Lemons ask for Salt and Tequila.

Welche Besucher möchtest Du nicht herein lassen? Welche Gefühle fristen bei Dir ein Schattendasein?

 

 

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2 Antworten

  1. April 14, 2019

    […] Das vermeintliche Ende von toxischen Beziehungen im Erwachsenenalter bringt alle unsere alten Gefühle an die Oberfläche. Wir bleiben lieber bei jemandem, der uns schlecht behandelt, als in ein Loch der […]

  2. Juli 11, 2019

    […] wir unsere Gefühle immer unterdrücken und nie traurig, wütend oder ängstlich sind, werden sie irgendwann regelrecht […]

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