Was tun an Tagen, an denen gar nichts mehr geht?

 

 

Wenn Lustlosigkeit und Zweifel sich breit machen?

 

Und Du nicht mehr weißt, ob Du einer Sache gewachsen bist oder überhaupt die richtige Spur verfolgst?

 

Wie kommt man da raus?

 

Hier ein paar Vorschläge.

 

Ursachenforschung

 

Du kannst Dich fragen, ob es einen Auslöser für Deine jetzige Stimmung gab oder gibt.

 

Einen Trigger.

 

Vielleicht eine Begegnung oder ein Gespräch, dass Dich an etwas Unangenehmes erinnert, einen alten Schmerz in Dir berührt oder Dich wehmütig gemacht hat?

 

Begleiter

 

Gibt es ein Problem, das Du nicht gelöst hast, eine Entscheidung die Du nicht treffen möchtest?

 

Vielleicht melden sich auch alte Überzeugungen und Glaubensätze die Du längst ablegen wolltest und Du fragst Dich, ob Du sie jemals überwinden wirst.

 

Die Sorge oder Befürchtung, dass Dir alte Muster bei Deinen Plänen im Weg stehen könnten, steht Dir noch viel mehr im Weg.

 

Lass sie einfach da sein und mach Dir keine Gedanken darüber, was passiert wenn…

 

Hör auf mit all den Wenn-dann-Gedanken. Du lebst Jetzt.

 

Du kannst Dich trotz Deiner Muster verändern. Das heißt, Du musst sie nicht erst auflösen.

 

Ignoriere sie einfach. Lass sie da sein. Handele trotzdem oder auch nicht.

 

Vielleicht hast Du auch einfach nur zu wenig geschlafen, getrunken oder gegessen. Oder umgekehrt.

 

Zulassen

 

Wenn Du Dir erlaubst loszulassen und den Widerstand gegen die Zweifel oder die Lustlosigkeit ziehen lässt, dann kann etwas Neues entstehen. Oft bekommst Du sogar hilfreiche Impulse oder Ideen aus Deinem Inneren, die Dir einen Energieschub geben.

 

 

Die Aufmerksamkeit nach innen richten

 

Vielleicht bist Du mit Deiner Energie zu viel im Außen. Bei den Problemen der anderen. Vielleicht so gar bei solchen, die Du seit Jahren nicht lösen kannst.

 

Oder Du gehst einen nötigen Schritt nicht, aus Angst jemanden zu verletzen oder zu verlieren?

 

 

Achte auf die Art, wie Du mit Dir sprichst

 

Wir neigen dazu, unsere Gefühle und Zustände zu dramatisieren und uns, im Dialog mit uns selbst, noch tiefer in unsere Probleme zu verstricken. Indem wir uns z.B. sagen. „Was ist das nur…Warum fühle ich mich schon wieder so…?“

 

Statt Dich selber noch mehr damit unter Druck zu setzen, dass das Gefühl, was Du hast, nicht da sein sollte: Lass es einfach da sein.

 

 

Vergiss nicht zu atmen

 

Falls Dir sowieso nach Seufzen oder Stöhnen zumute ist, dann nutze das, um tief ein und auszuatmen. Wir neigen unter Anspannung und Stress dazu, viel zu flach zu atmen und den Körper zu verspannen.

 

Also: Tief ein und ausatmen. Das Atmen wird Dich nach und nach entspannen und die körperliche Spannung fällt von Dir ab.

 

 

Ins Jetzt kommen

 

Konzentriere Dich auf eine einzelne Tätigkeit. Sie sollte am besten einfach und banal sein.

 

Optimal wäre: Etwas, was du sowieso tun musst.

 

Wäsche zusammenlegen, aufräumen, rasen mähen….

 

Es geht darum, bewusst etwas zu tun und den Gedanken, die dabei auftauchen, einfach keine Beachtung zu schenken. Bei den ca. 80 000 Gedanken, die täglich durch unseren Verstand geschleust werden, sowieso viel zu mühsam…

 

 

Einen inneren Begleiter entwickeln

 

Es macht Sinn, für Zeiten in denen wir uns mutlos und schwach fühlen, eine Art inneren Begleiter zu kultivieren. Dieser Begleiter ist wie ein guter Freund oder eine gute Freundin, die nur unser Bestes im Sinn hat.

 

Vielleicht entspricht Dein Zustand, Deine Müdigkeit, Überforderung oder Schlappheit nicht dem Bild oder Ideal, was Du von Dir selber hast. Sieh es als eine gute Gelegenheit, auch diese Seiten von Dir anzunehmen und Dir ein guter innerer Begleiter zu sein.

 

 

Auf Deinen Körper achten

 

Unser Körper ist ein tolles Instrument, das uns spüren lässt, wo es verstimmt ist. Vielleicht hat Dein verbissenes Vorgehen Deine Zähne zum Knirschen gebracht oder Deinen Nacken verspannt. Oder Du stößt Dich in letzter Zeit ständig oder wirfst etwas um…

 

Mitgefühl und Verständnis entwickeln

 

Gerade dann, wenn Du Dich schwach und mutlos fühlst, brauchst Du Deine liebevolle Aufmerksamkeit am meisten.

Vielleicht hilft es Dir, in solchen Momenten einen inneren Dialog mit Dir und Deinem inneren Begleiter zu führen: „Ah, im Augenblick bin ich wieder gereizt, erschöpft und komme an meine Grenzen. Das ist ok, mal schauen, was ich brauche…

 

Hierzu eine schöne Übung.

 

Schließe Deine Augen und frag Dich: Was ist im Moment mein Thema?

 

  • Mein Körper?
  • Meine Beziehung?
  • Mein Beruf?
  • Der nächste Schritt?

 

Atme tief ein und aus und achte auf Deine Körperreaktionen. Je mehr Du in Deinen Körper reinspürst, desto ruhiger wird Dein Kopf.

 

Du kannst Dich fragen:

 

  • Was sollte ich loslassen?
  • Was gibt es zu lernen?
  • Wie ist der nächste Schritt?

 

Vielleicht kommt nicht gleich eine Antwort, mit der Du etwas anfangen kannst. Probiere es einfach mal aus. Mit etwas Übung kommen wertvolle Impulse aus Deinem Inneren.

 

Lerne Dich kennen und erforsche, was Dich unterstützt

 

Waldspaziergänge, Stille, gemeinsames Lachen, reflektierende Gespräche mit lieben Menschen, Zeit zum Nichtstun…

Vielleicht brauchen Dein Körper und Deine Seele mehr Zeit (als Du ihnen gibst), um die täglichen Eindrücke und Anforderungen, mit denen Du konfrontiert bist, zu verarbeiten.

 

 

Keine Vergleiche mit anderen

 

Es ist wichtig Deine eigenen Schritte, auch die mikroskopisch kleinen, wertzuschätzen. Dich selbst zu loben und anzuerkennen wie weit Du, im Vergleich zu einer älteren Version von Dir selbst, schon gekommen bist.

 

Es bringt Dir nichts, Dich damit zu vergleichen, wo ein anderer im Leben steht.

 

Das spielt keine Rolle. Es geht immer nur um Dich.

 

Wie heißt es so schön: Wenn Du Deinen Weg gehst, dann kannst Du von niemand überholt werden.

 

 

Achte auf Deine Gedanken

 

Was wir uns vorstellen, was wir selbst sagen, wie wir uns bewegen, welchen Gesichtsausdruck wir benutzen. Das alles ist ausschlaggebend dafür, wie wir uns fühlen.

 

Vielleicht hängst Du in einer negativen Gedankenschleife fest.

 

Wenn ich mir etwas vorstelle, ist das laut Hirnforschung so, als hätte ich eine reale Erfahrung gemacht. Diesen Fakt kann ich mir zunutze machen. Es sind nur Gedanken und Bilder im Kopf. Ich kann mir genauso gut auch etwas Nützliches vorstellen.

 

 

Verändere Deine Physiologie

 

Ich bin zwar kein Freund von „fake it till you make it“ aber um einen inneren Zustand zu verändern hilft es, den Körper mit einzubeziehen.

 

Ganz nach dem Motto: Wie würdest du stehen, gehen oder schauen, wenn Du Dich gut fühlen würdest?

 

Unsere Niedergeschlagenheit wird meist als rein geistiger Zustand betrachtet. Er geht aber Hand in Hand mit einer bestimmten Physiologie.

 

Das heißt, um unseren Zustand zu verändern, müssen wir auch unsere Körpersprache verändern:

 

  • Atmung
  • Gesichtsausdruck
  • Körperhaltung
  • Bewegungen…

 

Also einfach mal die Arme über den Kopf strecken und die Lustlosigkeit im Spiegel angrinsen…:)

 

 

Der Lauf der Dinge

 

Außer ganz hinten im Universum gibt es immer zwei Seiten bei einer Sache.

 

  • Tag und Nacht
  • Sommer und Winter
  • Kommen und Gehen
  • Leben und Tod
  • Gute Gefühle und schlechte Gefühle

 

 

Alles bedingt sich und ist in Bewegung.

 

Das heißt, nichts bleibt wie es ist – auch nicht die schlechten Tage.

 

Wie holst Du Dich aus einem Tief? Hast Du so etwas wie einen inneren Begleiter?

 

Ich freue mich,  von Dir zu hören.

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