Verfolgst Du die richtigen Ziele?

 

 

Es macht Spaß Ziele und Träume zu haben. Sie motivieren, treiben uns an und ihr Erreichen macht uns glücklich – jedenfalls kurzfristig. Vielleicht hast Du auch schon die Erfahrung gemacht, dass etwas heiß Begehrtes im Nachhinein schnell seine Bedeutung verloren hat.

 

Oft bleibt ein Gefühl der inneren Leere, obwohl wir unsere Ziele erreicht haben. Wir erklimmen die vermeintliche Erfolgsleiter und bemerken oben angekommen, dass die Leiter an der falschen Wand gelehnt hat. Auf dem Weg zum Ziel haben wir verpasst, offen für andere Möglichkeiten zu sein und nicht erkannt, dass wir vor uns selbst und dem Leben geflüchtet sind.

 

Wir sind nicht Herr im eigenen Hause, so eine Erkenntnis Sigmund Freuds. Er meinte damit, dass ein Großteil unserer Wünsche und Bedürfnisse außerhalb unseres Bewusstseins liegen.

 

Oft treiben uns unbewusste Wünsche viel stärker an, als solche die uns bewusst sind.

 

Unbewusste Wünsche können unsere bewussten Wünsche regelrecht sabotieren.

 

Der Wunsch erfolgreich zu werden, kann durch den unbewussten Wunsch auf keinen Fall die Zugehörigkeit zur wirtschaftlich erfolglosen Familie zu verlieren, sabotiert werden.

 

Oder der bewusste Wunsch einen Bestseller zu schreiben, konkurriert mit dem Wunsch auf keinen Fall unangenehm aufzufallen und so womöglich von der Herde ausgeschlossen zu werden. Vier Millionen Jahre lang war das immerhin ein klares Todesurteil. Mit so einer unbewussten Angst im Schlepptau muss man sich nicht wundern, wenn das Buch einfach nicht fertig werden will…

 

Es ist sinnvoll, sich unbewusste Wünsche bewusst zu machen und sich auch die bewussten Wünsche genauer anzuschauen.

 

 

Folgende Fragen können Dir dabei helfen:

 

Was will ich?

 

Schreibe Dir alle Deine Wünsche untereinander auf.

 

Ein Auto.

Ein Haus.

Mehr Zeit.

Einen besseren Job.

 

Was soll der Wunsch oder das Ziel mir geben?

 

Möchtest Du mit dem größeren Auto den Nachbarn beeindrucken oder brauchst Du es, um damit Kind und Kegel sicher zu transportieren?

 

Wünscht Du Dir den Doktortitel, den Abschluss, das Zertifikat etc., um Dir und anderen etwas zu beweisen oder weil Du für das Thema brennst?

 

 

Was steht hinter Deinem Wunsch?

 

Welches Gefühl soll Dir das Erreichen Deiner Ziele geben?

 

Oft ist die tieferliegende Antwort hier etwas wie:

 

  • Anerkennung
  • Respekt
  • Liebe
  • Freiheit
  • oder Sicherheit

 

 

Gibt es eine bessere Möglichkeit, um das Gefühl, das Du fühlen möchtest, zu erreichen?

 

Oder anders formuliert: Ist das Ziel für das Gefühl, das Du fühlen möchtest passend?

 

Aufschlussreich ist auch die Frage: Warum will ich dieses Ziel überhaupt erreichen?

 

Sollte ich es oder will ich es?

 

Ist der Wunsch eine Erwartung, die andere an mich haben oder die ich an mich selbst stelle?

 

Oder ist es ein Wunsch, den ich wirklich als meinen fühlen kann?

 

Manchmal nehmen wir uns nur etwas vor, weil die Welt um uns herum auch danach strebt. Andere Ziele erscheinen uns dagegen wie unsere eigenen, wurden uns aber von Menschen vermittelt, die es zwar gut mit uns meinen, aber keine Ahnung davon haben, was wirklich gut für uns ist.

 

Welcher Deiner Wünsche hat Priorität?

 

 Welcher Wunsch steht an oberster Stelle?

 

Welches ist Dein wichtigster Wunsch?

 

Wenn Dein wichtigster Wunsch das Haus am See ist, dann werden sich alle Deine anderen Wünsche diesem Wunsch unterordnen oder sich auf ihn beziehen. Womöglich fährst du extra Schichten, suchst Dir einen Nebenjob und verkneifst dir den geliebten Spanien Urlaub…

 

Hast Du Wünsche die sich widersprechen?

 

Ganz nach dem Motto ich möchte gesehen werden, will mich aber nicht zeigen…

 

Alle großen Weisheitstraditionen sind sich einig, dass mentale Vorstellungen uns vom Erfahren des Glücks, das der jeweilige Moment bietet, trennen. Das ist besonders dann der Fall, wenn unsere Wünsche und Ziele zu Tagträumereien werden, die nur eine Flucht darstellen, weil das gegenwärtige Leben als stumpf und langweilig empfunden wird.

 

Wünsche und Ziele stehen uns auch dann im Weg, wenn wir unser Glück oder unseren Wert von ihrem Erreichen abhängig machen.

 

Wir können nie mit Gewissheit sagen, ob ein bestimmtes Ziel uns wirklich glücklich macht und wenn ja für wie lange.

 

Ich habe mir lange nichts sehnlichster gewünscht, als schwanger zu werden. Nach jahrelangem Hoffen und Bangen hat es dann geklappt. Eine Zeitlang waren meine Kinder mein absolutes Glück. Und sie sind es auch heute noch – allerdings muss ich mir das jetzt im Alltag immer mal wieder gezielt bewusst machen. So schön die Erfüllung dieses Wunsches war: Es haben sich im Laufe der Jahre jede Menge neue Wünsche und Bedürfnisse eingeschlichen..

 

Fakt ist, wir wissen nicht, ob die Realisierung eines bestimmten Wunsches uns glücklich machen wird oder nicht.

 

Vielleicht ist es ein Segen, dass wir die Beförderung nicht bekommen haben oder dass uns damals der vermeintliche Traumtyp so fies betrogen hat… Wer weiß das schon?

 

Wünsche und Ziele bringen uns auch dann nicht weiter, wenn wir glauben durch ihr Erreichen unseren Wert zu steigern oder uns einen Platz im Leben zu verdienen.

 

Ziele tun uns meistens dann gut, wenn wir sie danach auswählen:

  • was uns wichtig ist
  • was zu uns passt
  • und was wir leisten können, ohne uns auf dem Weg zum Ziel zu überfordern oder auszubrennen.

 

Ziele können uns helfen, uns auszudrücken und zu wachsen, wenn uns bewusst ist, dass wir auch ohne ihr Erreichen gut im Leben verankert sind.

 

Was für Ziele oder Wünsche hast Du?

 

Ich freue mich von Dir zu hören!

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