Sich verstecken: Warum „sich zeigen“ zweitrangig ist

Wir alle wollen gesehen werden. Am besten so, wie wir wirklich sind.

Vorausgesetzt, wir glauben, dass andere etwas Gutes und Schönes in uns sehen.

Oft verstecken wir uns aus genau dieser Angst heraus:

Nicht gut genug zu sein. Oder verstoßen zu werden, wenn uns jemand wirklich so sieht, wie wir sind.

Sollte man sich der Welt nicht einfach trotzdem so zeigen, wie man gerade ist?

Sich selber aller Aspekte über sich bewusst zu sein, ist immer sinnvoll und gesund. Hier spaltest du dich nur unnötig von dir ab, wenn du dich vor dir selbst versteckst.

Sich anderen Menschen immer ungefiltert zuzumuten oder mit allem zu zeigen, ist dagegen nicht immer förderlich.

Manchmal ist es einfach nicht an der Zeit , sich anderen zu zeigen

Einfach aus dem Grund, weil wir noch zu verletzlich und zu persönlich involviert sind und uns noch nicht selbst genug gesehen und entdeckt haben, um vollständig ins Licht zu treten.

Sich zu verstecken ist nicht grundsätzlich eine Schwäche. Genauso wenig, wie sich zu zeigen, nicht immer eine Stärke ist.

Vieles findet im Verborgenen statt bevor es reif ist, sich zu zeigen

Eine schwangere Frau trägt ihr Kind neun Monate aus, bevor es dann völlig hilflos und abhängig das Licht der Welt erblickt.

Das Leben ist unmittelbar, nah und zerbrechlich. Es macht also Sinn Dinge, Ideen oder Veränderungen im Stillen und im Verborgenen reifen zu lassen.

Wenn wir zu früh mit unseren Projekten (oder was auch immer in uns gärt) an die Öffentlichkeit gehen sind wir angreifbar, verletzlich und verwerfen womöglich etwas Wichtiges, das große Bedeutung hat.

Verstecken ist ein Weg am Leben zu bleiben. Etwas Wichtiges zu schützen, bis es (d.h. wir) bereit sind ins Licht zu treten.

Sich zu verstecken ist eine brillante Idee des natürlichen Lebens.

Sich verstecken wird unterschätzt

Wir sind im Mutterleib versteckt, bis wir reif und groß genug sind, um ins Licht zu treten. Ähnlich, ist das Teilen unseres Inneren mit der Welt eine Realisation oder Geburt in die reale Welt.

Sich im Verborgenen zu halten ist oft eine Voraussetzung für eine großartige Entstehung.

Oft tragen wir unsere Sorgen, Gedanken und Sehnsüchte zu früh in eine Welt, die traumatisiert ist und nicht positiv und liebevoll auf uns reagiert. Das zieht nichts als Zweifel und Unsicherheit nach sich, die natürlich auch in uns hausen und sich im Außen spiegeln.

Es ist sinnvoll sich zu verstecken, solange wir uns nicht reif und erwachsen genug fühlen, alle Reaktionen im Außen tatsächlich tragen zu können oder sie im Licht verbrennen zu lassen.

Sich verstecken schützt uns vor dem Teil in uns, der selber unsicher ist und diese Unsicherheit im Außen womöglich so massiv gespiegelt bekommt, dass der keimende Funke etwas Bedeutungsvollem in uns verschreckt wird.

Auch wenn sich zu zeigen und alles Preis geben oder völlig enthemmt sein oft als Stärke gilt: sich zu verstecken ist ein Akt der Liebe und in vielen Fällen schlauer als ungereift im grellen Licht der Skeptiker zu verbrennen.

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Gebären 🙂

Alles Liebe,

Bine

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