Selbstfürsorge und 6 Dinge, die Dich glücklich machen

 

Als Erwachsene sind wir für uns selbst verantwortlich und müssen alleine für uns sorgen. Puh…oft gar nicht so einfach. Viele Menschen haben nicht gelernt, wie man das macht, für sich sorgen. Wenn Du z.B. als Kind von Mutter oder Vater immer wieder erfahren hast, dass Du nicht wichtig warst, oder mit Deinen Bedürfnissen nie gehört oder gesehen wurdest, dann hast Du vermutlich verinnerlicht:

 

Ich bin nicht wichtig. Also fordere ich auch besser nicht viel vom Leben oder von anderen (ich kann ja froh sein, wenn ich überhaupt etwas bekomme).

 

Vielleicht hattest Du in Deiner Kindheit oder Jugend keine Gelegenheit, Dich selbst als den wertvollen, einzigartigen Menschen wahrzunehmen, der Du bist. Wahrscheinlich hatten Deine Eltern auch keine Vorbilder dafür, wie man konkret und gut für sich sorgen kann und Verantwortung für das eigene Leben übernimmt.

 

Das Schöne ist: Heute kannst Du Dich selbst wichtig nehmen und wertschätzen und eine glückliche Beziehung mit Dir selber führen.

 

Du selbst musst in Beziehung mit Dir selber sein. Das ist die allerwichtigste Verbindung, die Du herstellen musst.

 

Ohne die geht nichts.

 

Ab einem bestimmten Alter, kannst Du im Außen niemand mehr dafür verantwortlich machen, wenn etwas bei Dir nicht läuft – auch nicht für das, was bei Dir gut läuft. Das Außen ist lediglich ein Spiegel. Alles ist in Deinem Inneren angelegt und findet so über Dich seinen Ausdruck.

 

Das bedeutet zum Glück auch: Alles kann von Dir geändert werden.

 

Du kannst damit anfangen, dass Du Deine Aufmerksamkeit auf das bewusste Erleben des aktuellen Augenblicks richtest:

 

  • Wo sitze oder stehe ich?
  • Was sehe ich?
  • Wie fühle ich mich?
  • Wie fühlt sich mein Körper an?
  • Was habe ich für Bedürfnisse?

 

Vielleicht fällt Dir auf, dass Du viel zu wenig getrunken hast, dass Du hungrig bist oder seit Stunden (total verspannt) in gleicher Position auf Deinem Stuhl verharrst. Dass ein bestimmter Mensch in Deinem Brustkorb eine unangenehme Enge auslöst. Möglicherweise wird Dir bewusst, dass Du jetzt erst einmal einen heißen Tee mit Honig, frische Luft oder einen Tapetenwechsel brauchst.

 

In dem Du Dir Aufmerksamkeit schenkst, nimmst Du Dich wichtig. Du sorgst für Dich und akzeptierst Dich so, wie Du im Augenblick bist. Womöglich schenkst Du diese Art der wohlwollenden Zuwendung sonst eher anderen Menschen. Schenk Dir diese Aufmerksamkeit täglich selbst. Nimm Dich wichtig und ernst, so wie Du einen guten Freund ernst nimmst. Das ist ein eindeutiges Zeichen an Dein Unterbewusstsein, dass Du Dich selbst wertschätzt und in der Lage bist für Dich zu sorgen.

 

Dein Vater oder Deine Mutter (vielleicht auch beide) waren nicht für Dich da?

 

Heute kannst Du Dir selbst der beste Vater und die beste Mutter sein. Du musst lediglich für Dich selbst tun, was ein guter Vater oder eine gute Mutter getan hätte. Bestenfalls ergänzen sich die beiden in Strenge und Fürsorge. Mal ist die Mutter großzügiger und der Vater konsequent, mal ist es umgekehrt. Auf jeden Fall haben die beiden Deine Entfaltung und Dein Wachstum im Sinn.

 

Sie wollen, dass es Dir langfristig gut geht: dass Du Dir unnötigen Stress ersparst, Dich nicht in Gefahr bringst und ein angenehmes, erfülltes Leben führst. Dazu gehören eventuell auch mal Entbehrungen oder Verpflichtungen (z.B. Deine Komfortzone verlassen, um gute Erfahrungen zu machen…).

 

Glücksfaktor

 

Stellvertretend für Deine Mutter und Deinen Vater kannst Du Dich täglich fragen:

 

  • Habe ich heute genug getrunken und gegessen?
  • Bekomme ich ausreichend Schlaf?
  • Tut mir mein Umfeld gut?
  • Gibt es Dinge, um die ich mich dringend kümmern muss?
  • Was kann ich verändern, um mich besser zu fühlen?
  • Habe ich wünsche?
  • Gehe ich gut mit meinen Gefühlen um?
  • Kenne ich meine Bedürfnisse überhaupt?
  • Womit mache ich mir das Leben unnötig schwer?
  • Welche Maßnahmen bringen mich langfristig weiter?
  • Gibt es irgendetwas, was ich loslassen sollte? Ein altes Muster? Menschen, die mir nicht gut tun?
  • Wohin soll die Reise langfristig gehen?

 

 

Vielleicht fragst Du Dich auch: Was macht mich eigentlich glücklich und wie wird man glücklich?

 

Die sogenannte Glücksforschung hat herausgefunden, dass die folgenden 6 Dinge uns Menschen langfristig am zufriedensten machen:

 

# Glücksfaktor 1: Freundschaften und gemeinsames Erleben

Wir Menschen sind soziale Wesen und brauchen den Austausch mit anderen, denen wir vertrauen. Das gibt uns mehr als ein einsamer Fernsehabend mit Chips und Bier. Wir reden, tauschen uns aus und können entdecken, dass wir alle ähnliche Bedürfnisse und Wünsche haben.

Bist Du mit Leuten in Kontakt die Dir Energie geben oder Dir Energie rauben?

 

# Glücksfaktor 2: Eine Arbeit die uns erfüllt, und zwar unabhängig vom Verdienst

Ein Hauptfaktor für Stress und Unzufriedenheit ist eine Arbeit, die keinen Spaß macht und uns unter- oder überfordert. Wenn es nur darum geht die Miete zu bezahlen und einen der Job ansonsten überhaupt nicht interessiert oder gar langweilt, wird es schwierig auf Dauer gesund und motiviert zu bleiben.

 

# Glücksfaktor 3: Gesundheit und Bewegung

Wer sich regelmäßig bewegt, der steigert sein Wohlbefinden automatisch und kann sogar Depressionen vorbeugen. Sport wirkt sich beinahe auf jeden Teil von Körper, Geist und Seele positiv aus. Wer seinen Kreislauf in Schwung bringt, sorgt dafür, dass der Körper etliche Substanzen freisetzt, die sich günstig auf unseren Organismus auswirken (Ich weiß, dazu muss man sich manchmal zwingen – aber es lohnt sich).

 

# Glücksfaktor 4: Leben im Hier und Jetzt

Oft grübeln wir darüber nach, was wir alles verpasst haben, für was es zu spät ist oder was in der Zukunft alles Schreckliches passieren könnte. Wenn wir uns ausmalen wie schlecht es uns geht, wenn wir erst unseren Job verloren haben, unser Partner uns verlassen hat oder wir die Magen-Darm Grippe des Kollegen abkommen, fühlen wir uns schlecht, obwohl noch nichts dergleichen passiert ist. Alles hat sich nur als Vorstellung in unserem Kopf abgespielt. Sich in negativen Zukunfts-Szenarien zu verlieren, ist eine großartige Methode, sich das Hier und Jetzt zu vermissen.

 

Mein Tipp: Vermeide es Dich schon dann schlecht zu fühlen, wenn noch gar kein Grund dafür besteht. Ärgern kannst Du Dich, wenn es soweit ist.

 

#Glücksfaktor 5: Realistische Erwartungen

Je besser Du Dich kennst und akzeptierst, desto einfacher ist es, einzuschätzen, was Dir gut tut und wo Deine Möglichkeiten liegen. Sich mit anderen Menschen zu vergleichen, ist auch eine sichere Methode, um sich unglücklich zu machen. Du bist einzigartig und besonders. Du hast Erfahrungen und eine Geschichte die nie mit der Geschichte eines anderen Menschen identisch ist. Es wird immer Menschen geben die Dir in bestimmten Punkten über- oder unterlegen sind. Du solltest ehrlich und fair mit Dir umgehen und Dich vielmehr damit vergleichen, wo Du in der Vergangenheit gestanden hast und wie Du damals warst.

 

# Glücksfaktor 6: Dankbarkeit, gute Gedanken

Ein schneller Weg, um sich gute Gefühle zu verschaffen, ist es, dankbar zu sein. Dankbar kann man für viele Dinge sein: ein Dach über dem Kopf zu haben, einen vollen Kühlschrank, einen Internetanschluss… Dankbarkeit ist eine erstaunliche Emotion: Sie lässt einen die guten Dinge im Leben sehen und schätzen und gleichzeitig erzeugt sie die Demut, nicht alles für selbstverständlich zu halten. Für mich ist Dankbarkeit eine Art magisches Geheimtool, das Materie in Bewegung setzt und mehr von dem, für was Du dankbar bist, in Dein Leben zieht.

 

Du hast es verdient glücklich zu sein. Sei gut zu Dir selbst und tue Dinge, die Dich zufrieden machen. Erlaube Dir selbst glücklich zu sein. Folge Deiner Freude. Das verbindet Dich auch mit anderen Menschen, die dadurch ganz automatisch von Deiner Freude und Deiner inneren Zufriedenheit angesteckt werden.

 

Denn soviel ist klar:

 

Gefühle sind ansteckend und geteiltes Glück ist doppeltes Glück 🙂

 

Was ist Dein persönlicher Glücksfaktor?

 

Ich freue mich, von Dir zu hören.

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