Mentale Flucht: Denkst Du zu viel?

 

Aktuell habe ich acht Bücher auf meinem Nachtisch liegen. Alle zu unterschiedlichen Themen und aus meiner Sicht natürlich gleich wichtig. Letztes Wochenende war ich auf einem Seminar und in zwei Stunden kommt ein interessantes Webinar, was ich mir unbedingt anschauen muss.

 

Oder will?

 

Ich weiß es schon gar nicht mehr…

 

Es ist wie eine Sucht. Ein Getrieben-Sein. Ständige mentale Beschäftigung die, wie andere Drogen auch, nach immer mehr verlangt. Nur noch diesen Blog lesen, diese zwei Konferenzen schauen und diesen einen Kurs…, dann bin ich endlich soweit. Dann kann ich loslegen, tun und gestalten…

 

 

Konsum lenkt Dich ab

 

Irgendwann macht das ganze Konsumieren keinen Spaß mehr. Es fühlt sich getrieben und gehetzt an. Das eigentliche Ziel geht dabei völlig verloren.

Es ist wie zu viel essen, ohne zu verdauen.

Und: Konsum lenkt immer ab von dem, was gerade dran ist.

Die perfekte Flucht.

Vor Zweifeln – vor allem aber vom Handeln.

 

 

Mentale Flucht/Denken als Sucht

 

In einem wundervollen Retreat von Eli Jaxon Bear ist mir bewusst geworden, dass Denken und alle mentalen Aktivitäten für mich wie eine Art Droge sind. Hier noch eine Idee, da noch ein Buch, ein Kurs, ein Blogbeitrag – all das hält mich davon ab, mich mit mir selbst zu konfrontieren.

 

Zum Beispiel mit dem Gefühl total überfordert zu sein oder mitzubekommen, dass ich angst habe, nicht sicher bin, ob sich alles, was ich plane, tatsächlich umsetzen lässt, jemanden interessiert etc…

 

Anstatt diese Angst zu fühlen oder mich ihr zuzuwenden, schütte ich mich weiter mit Informationen zu.

 

Und springe wie ein Affe von Ast zu Ast.

 

Genauso gut könnte ich mich mit Cocktails betäuben – hier wäre das eigentliche Verdrängen offensichtlicher…

 

 

Informations-Junkie

 

 

„Wissen ist Macht“ habe ich irgendwann mal gelernt.

 

Heute glaube ich machen ist Macht.

 

Oft dröhnen wir uns voll mit wertvollem Input und kommen gar nicht mehr hinterher, ihn zu verarbeiten.

 

Stattdessen sind wir irgendwie blockiert.

 

Wo fange ich an, wo höre ich auf und vor allem:

 

Wann setze ich endlich um?

 

Was ist eigentlich „MEINS“ in dem Ganzen?

 

Meine Idee, meine Inspiration, meine Quelle?

 

Um diese (leise) Stimme zu hören, brauche ich Ruhe, Stille.

 

Eine Pause.

 

Sonst ist alles andere zu laut. Dazu muss ich nicht unbedingt meditieren. Vielleicht hilft einfach nur mal loszulassen und nur das zu tun, was der Alltag gerade von mir verlangt, ohne im Kopf schon wieder ganz woanders zu sein…

 

 

Raus aus dem Kopf

 

 

Anstatt den Verstand dann zu nutzen, wenn ich ihn brauche, ist er bei mir oft rund um die Uhr aktiv.

 

Ich weiß das schon länger.

 

Trotzdem: Wenn ich nicht achtsam bin, dann rutsche ich in meine Denkfalle und dann geht der Kreislauf los. Im schlimmsten Fall führt er zur Überforderung – und dann geht nicht mehr viel.

 

Wenn das Denken als Droge wegfällt und der Verstand kein Futter mehr hat, kann es ungemütlich werden.

 

Das, was vorher nicht gefühlt werden wollte, kommt hoch. Vielleicht ist es Unsicherheit, Leere oder Traurigkeit – weil wir spüren, dass wir flüchten und uns dem nächsten Schritt nicht gewachsen fühlen…

 

 

Am Boden bleiben

 

 

Oft flüchten wir uns in eine mentale Welt und verlieren die Bodenhaftung.

 

Wir brauchen festen Boden unter den Füssen, um einen Schritt vorwärts zu machen. Es ist quasi unmöglich sich ohne diesen Boden fortzubewegen.

Das ständige im Kopf sein dient dazu, etwas Wichtiges zu verdrängen. Es lenkt ab von dem, was wirklich dran ist. Oft tarnt sich hier eine Vermeidungsstrategie, um nicht in Deine eigentliche Kraft zu kommen.

Könnte ja gefährlich sein, so eine Kraft, besonders dann, wenn man sie gar nicht richtig kennt…

 

Vielleicht ist es auch einfach „nur“ die Angst vor dem nächsten Schritt.

 

Vor dem, der einen Unterschied machen könnte oder auch nicht…

 

Daher: Lieber weg davon…als das Ungewisse zu überprüfen, zu scheitern oder sich den echten Herausforderungen zu stellen.

 

Es steht uns immer frei zu flüchten – aber wollen wir das?

 

Hält das Leben nicht alles bereit, was wir brauchen, um zu wachsen?

 

 

Dem Göttlichen ausdruck verleihen

 

Slow is smooth and smooth is fast…

 

Ich habe die Erfahrung gemacht:

 

Die besten Eingebungen und Lösungen kommen immer im entspannten Zustand. Wenn ich auf einer entspannten Ebene schwinge, dann kommt die Muse von ganz alleine.

 

Dann braucht es kein Buch mehr, weil alles schon da ist.

 

Auf den Flow und die Schwingung kommt es an. Alles andere wird dann kommen. Viel smoother und mit viel mehr Freude…

 

Mir wird mehr und mehr bewusst: Ich muss im Kopf Platz machen.

 

Oder anders formuliert: Der Verstand braucht mal eine Pause, damit ihm die Inspiration dazwischen funken kann.

 

Einatmen, ausatmen, essen, verdauen, input, output…

 

Ich versuche, diesen Prozess für mich im Gleichgewicht zu halten.

 

Klappt manchmal hervorragend, manchmal gar nicht…

 

Wie ist das bei Dir?

 

Was ist Deine Droge?

 

Wie vermeidest Du den nächsten wichtigen Schritt?

 

Ich freue mich von Dir zu hören!

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