Hochsensible Menschen: Was es zu lernen gilt


Hochsensible Menschen sind meist sehr empathisch und daher empfänglich für die Stimmungen und Bedürfnisse anderer Menschen. Das kann im Alltag zu Komplikationen im zwischenmenschlichen Bereich führen. Besonders für den sensibleren Part.

Zuviel am Außen orientiert

Hochsensible versuchen oft, es anderen Menschen irgendwie recht zu machen. Einerseits, weil ihnen Harmonie mit anderen sehr wichtig ist. Andererseits, weil sie sich selbst oft fälschlicherweise als egoistisch wahrnehmen. Daher nehmen sie z. B. Einladungen an, obwohl sie sich schon vorher erschöpft fühlen und keine Kraft dazu haben. Sie gehen in Locations, deren Lärmkulisse sie stresst, oder sagen Ja obwohl sie innerlich Nein meinen.

Für Hochsensible Menschen ist es daher besonders sinnvoll zu lernen, auf sich selber zu hören und die eigenen Bedürfnisse wieder (oder überhaupt) ernst zu nehmen. Gleichzeitig dürfen sie lernen, sich gut abzugrenzen und eindeutig in ihrer Kommunikation zu werden.

Das ist oft leichter gesagt als getan. Ein schlichtes: „Heute habe ich einfach keine Lust in den Indoorspielplatz zu gehen“, kann einem Hochsensiblen Menschen unglaublich unhöflich und grob vorkommen. Das kann so weit führen, dass er oder sie sich permanent für sein nicht wollen schuldig fühlt, entschuldigt oder sogar schämt….

Falls du dich hier erkennst: Bist du schuldig dafür, dass du bist was du bist oder fühlst was du fühlst?

Mit Sicherheit nicht.

Hier ein paar Fragen, die Dir helfen können:

  • Wo sind meine Grenzen?
  • Wo sind meine Möglichkeiten?
  • Was tut mir gut?
  • Woraus schöpfe ich Energie?
  • Was kann ich tun, damit ich auch Erschöpfendes und Anstrengendes in Angriff nehmen kann, wenn es mir wichtig ist?
  • Wem bin ich verpflichtet und warum?

Hochsensible Menschen fühlen sich oft fehl am Platz und haben daher ein großes Zugehörigkeitsbedürfnis. Das heißt, sie passen sich an um überhaupt den Kontakt zu halten. Das läuft natürlich sehr subtil und oft unbewusst ab.

Ob du nun hochsensibel bist oder nicht…

Wichtig ist, anstatt auf Probleme wieder auf die vielen schönen Seiten deiner feinen Wahrnehmung zu schauen und dir bewusst darüber zu werden, dass du aufgrund deiner feinen Antennen niemandem gegenüber Verpflichtungen hast.

Wem nutzt deine Überforderung?

Du hast immer mit deinem eigenen Erleben zu tun und bist auch nur dir selbst gegenüber verpflichtet. Das hat nichts mit Egoismus zu tun. Im Gegenteil, je besser du für dich sorgst, desto mehr kannst du geben. Es nutzt niemanden etwas, wenn du dich überforderst, energetisch verbrennst und ständig über deine Grenzen gehst.

Es lässt sich nicht abtrainieren feinfühlig zu sein

Wozu auch?

Es ist deine Art die Welt zu sehen und zu fühlen. Und du entscheidest auch ganz alleine, bis wohin dir Begegnungen, Geräusche, Menschen etc. gut tun.

Bring deine Hochsensibilität in Erfahrung. Nur du kannst dein spezielles Erleben fühlen. Und natürlich bist auch nur du es, der die Grenzen zur Aussenwelt setzen kann.

Raus aus der Verkopfung, rein in den Körper

Am besten gelingt das, wenn du dich körperlicher wahrnimmst und wieder anfängst zu spüren (anstatt zu denken) was dir gut tut.

Hier hilft die Frage: Wird es weit oder eng in mir?

Hochsensibel, bipolar, depressiv, introvertiert, extrovertiert – genieß dein Leben unabhängig von jeglichen Labeln und Begrifflichkeiten.

Alles Liebe,

Deine Bine

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