Hilfe: Warum annehmen stark macht

Gibt es Baustellen in deinem Leben oder Dinge, die du schon ewig vor dir herschiebst? Steuerklärung, wichtige Behördengänge, Arztbesuche, Telefonate über die du an wichtige Informationen kommst? Wenn es nicht fließt und wir feststecken oder verharren, dann braucht es manchmal Hilfe von außen.

Paradoxerweise fällt es den Menschen, denen diese Hilfe wirklich etwas bringen würde, besonders schwer sie anzunehmen.

Es kostet Kraft Dinge zu verdrängen.

Und doch sind wir oft überfordert damit, wichtige Themen anzugehen. Wenn wir alleine nicht weiter kommen, dann macht es wirklich Sinn uns Hilfe zu holen.

Es ist unmöglich uns zu verändern, wenn alles beim Alten bleibt. Und es geht auch nicht darum, uns zu ändern, sondern uns freier und selbstverständlicher zu verhalten. Hier stehen wir uns oft selber im Weg und können dieses Im-Weg-stehen nicht überblicken, weil wir uns nur aus unserer gewohnten, eingeschränkten Perspektive betrachten.

Warum fällt es vielen Menschen so schwer Hilfe anzunehmen?

Oft gärt im Untergrund ein alter (kindlicher) Gedanke wie:

Ich erwarte gar nichts mehr, weil ich einmal zu viel die Erfahrung gemacht habe, dass niemand da ist, wenn ich ihn wirklich brauche.

Der Teil, der so denkt, muss also davon ausgehen, dass Versprechen nicht eingehalten werden, weil er scheinbar nicht wichtig oder gut genug ist. Diesen Schmerz möchte dieses kindliche Ich nicht fühlen, da bittet es lieber um nichts, denn es hat ja längst verstanden: Auf die anderen ist kein Verlass – um Hilfe bitten bringt sowieso nichts.

Ein altes Bild von der Welt

Ja, das mag aus Kindersicht tatsächlich die bittere Wahrheit gewesen sein. Nur, was ich durch diese Gedanken verpasse zu sehen: Die Welt ist nicht so, wie ich sie als Kind erlebt habe. Deine Eltern (oder wer auch immer) waren vielleicht unzuverlässig oder nicht da, wenn du sie gebraucht hättest. Aber das sagt nichts über die Welt oder andere Menschen aus – nur über das Verhalten deiner Eltern.

Dazu kommt, wenn ich in einer bestimmten Art und Weise über die Welt denke, dann erfahre ich sie auch so. Das heißt, die äußeren Umstände spiegeln mir das, was ich sowieso glaube zu wissen. Für alles andere ist kein Platz mehr in mir.

Neue Erfahrungen machen

Wir können nach Außen hin perfekt funktionieren und uns souverän verhalten. Wenn wir aber anfangen oder gezwungen sind uns mit für uns schwierigen Themen zu beschäftigen, stoßen wir oft auf Anteile oder Energien in uns, die verletzt und entmutigt sind. Ich nenne diese Energien jetzt mal inneres Kind. Dieses innere Kind bestimmt unser Verhalten und aus ihm heraus können wir oft nicht um Hilfe bitten, weil dieses Kind erfahren hat, dass sowieso keiner kommt. Nicht mal Gott. Es ist der Anteil in uns der zu oft alleine gelassen wurde.

Mit überfordernden Aufgaben, mit der Tatsache dass tatsächlich niemand da war, wenn man ihn oder sie dringend gebraucht hätte. Sei es, weil die Eltern selber zu überfordert, krank oder gestresst waren oder einfach aus sich selbst heraus als verletzte, unreife Kinder agiert haben.

Ermächtigung anstatt Schuldzuweisungen

Manchmal wurdest du als Kinder vielleicht auch beschämt, wenn du an einer Aufgabe gescheitert bist. Vielleicht hast du Sätze gehört wie: Alles muss ich alleine machen, du bist ja zu nichts zu gebrauchen. Kannst du nicht mal etwas richtig machen? Oder, komm erst wieder, wenn du es richtig machst. Belästige mich nicht, sonst will ich dich nicht mehr hier haben.

Es gibt Aufgaben, die sind viel zu groß für Kinder. Einen Erwachsenen glücklich machen oder dafür sorgen, dass er gut drauf ist, Krankheiten heilen, kaputte Beziehungen kitten, die Atmosphäre harmonisch halten…

Im überforderten Inneren Kind Modus, fällt es schwer um Hilfe zu bitten. Aus dieser Energie heraus kannst du schlecht mit Mahnungen, diversen Rechnungen, Behörden oder dem Finanzamt umgehen. All diese Bereiche sind wie ein drohender Erwachsener, dessen Strafe oder Rüge zu fürchten ist

Wie werde ich diesen Anteil los?

Gar nicht. Du kommst nicht um deine inneren Anteile herum.

Du kannst sie lediglich sehen und mitbekommen, was sich dort fühlt und abspielt. Weg haben oder loswerden wollen ist nicht die Lösung. Es braucht deine gesamte Aufmerksamkeit und deinen liebevollen Blick auf Anteile in dir, die schwach und ängstlich sind. Hier ist die Vorstellung sehr nützlich, diesen Anteilen Vater und Mutter zu sein. Du kannst sie trösten und ihnen Mut machen, sie endlich sehen und ihnen zuhören.

In ihnen liegen oft wichtige Botschaften für dich. Und mit „dich“ meine ich nicht den Anteil selber, sondern den Teil der ihn sieht. Das heißt, du trennst die bewusste Wahrnehmung in dir von dem inneren Kind, was überfordert ist.

Nicht der verletzte Teil, sondern du als Mutter oder Vater (oder bewusste, erwachsene Energie) löst jetzt die Aufgabe. Das heißt, du bist nicht mehr identifiziert mit dem verletzten Anteil in dir. Der Anteil bist nicht DU. Er ist lediglich ein Anteil bzw. eine Energie in dir.

Bewusst handeln

Je deutlicher du zu unterscheiden lernst, welcher Anteil in dir gerade agiert, desto freier wirst du darin, wirklich so zu handeln, wie Du, als bewusster Mensch, es möchtest. Du kannst dich aus diesen alten Programmen befreien. Und es ist völlig in Ordnung sich dabei helfen zu lassen.

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