Gesunde Zellen: Was Wölfe damit zu tun haben


In diesem Artikel geht es darum, dass wir nicht Opfer unserer genetischen Dispositionen sind und mit Einfluss darauf haben, ob wir gesund bleiben oder krank werden.

Wie kommt die Gicht an den Fuß oder das Hagelkorn ans Auge? Wo beginnt alles? Ist der Hahn der den Tumor gemacht hat zugedreht, wenn man den Tumor entfernt?

In der Medizin gibt es eine Kette von Reaktionen deren Anfang man nicht kennt

Die häufigste Antwort wenn es keine gibt: Wahrscheinlich sind es die Gene oder ein Keim.

Wir tun einiges dafür Symptome, die die Natur hervorgebracht hat, zu bekämpfen. Medikamente gegen Ängste schlucken, Muskeln dehnen damit die Anspannung nachlässt…

Wirklich interessant ist ja die Frage: Warum ist die Spannung überhaupt dort?

Viele Wissenschaftler sehen körperliche Schmerzen als evolutionäre Schutzmaßnahmen des Körpers. Die wir – ironischerweise – als eigenständige Krankheit wahrnehmen.

Der Mensch hat von Natur aus einen Erste-Hilfe-Kasten im Körper. Er baut mit Hilfe der Leber Gifte ab, hetzt Immunzellen auf Krankheitserreger und zwingt uns mit Fieber im Bett zu bleiben.

Was brauchen unsere Zellen um gesund zu bleiben?

Die Zelle hat bestimmte Grundbedürfnisse. Sie ist abhängig von Sauerstoff, Wasser, Nahrung, Wärme, Schlaf Sonnenlicht…

Das heißt, unser Leben ist abhängig von bestimmten Bedingungen. Der Sauerstoff den wir atmen kommt über unsere Lungen ins Blut. Wasser und unsere Nahrung kommt über den Magen in den Darm und versorgen unser Blut von dort mit Nährstoffen. Wir müssen atmen, trinken, essen, schlafen um die Bedürfnisse unserer Zellen zu erfüllen. Unsere Zellen können durch äußere Einflüsse geschädigt werden. Jemand kann uns beißen und essen. Wir können fallen, stürzen, geschlagen werden oder uns verbrennen.

Können wir zellgerecht denken?

Wir denken, analysieren, schlussfolgern, entscheiden, grübeln, versuchen zu verstehen, bewerten und urteilen. Und das den ganzen Tag.

Gedanken entstehen bekanntlich in der Großhirnrinde des Menschen. Von hier aus wird der Mensch wie ein Roboter gesteuert. Hier sitzen die Wahrnehmung, das Bewusstsein, die Motivation, die Erinnerung, die Sprache und unser Wille.

Vereinfacht gesagt finden hier die Verarbeitung von Sinneseindrücken und alle kognitiven Prozesse statt. Hier ist auch der ganze Mensch vertreten und über Nervenbahnen mit den entsprechenden Körperteilen verbunden. Die 12 Hirnnerven gehen von der Hirnrinde aus über das Zentrum des Gehirns, wo unser Hormonsystem sitzt und kreuzen sich, wenn sie aus dem Kopf austreten.. Der längste Hirnnerv reicht bis in den Magen. (Der so genannte Nervus Vagus wurde in der Medizin lange verkannt und gilt als geheimer Selbstheilungsnerv).

Wir sind quasi komplett verkabelt. Es gehen Leitungen von der Hirnrinde ab und jede Leitung hat ein Ziel. Ein bestimmtes Organ oder einen Muskel. Wenn ich meinen kleinen Zeh bewegen will, muss mein Zeh tun was meine Hirnrinde befiehlt.

Gedanken sind also wichtige Impulsgeber für die Zelle. Natürlich funktioniert das Spiel auch andersrum. So wird beispielsweise ein Hungergefühl übers limbische System an die Hirnrinde geschickt und dort dem Denker bewusst. Diese Instanz entscheidet jetzt, ob sie dem Hungergefühl nachgibt oder nicht.

Wenn die gedanklichen Instanzen über den Körper gestellt werden, dann entsteht oft ein Ungleichgeweicht

Oder anders gesagt: Der Körper bleibt hungrig. Besonders dann, wenn derjenige der den Hunger verspürt auf Diät ist. Oder im totalen Stress.

Jemand mit Liebeskummer, wird dem Hungergefühl wahrscheinlich auch nicht nachgeben. Der Wille kann dem Hunger theoretisch die Nahrung verweigern bis er stirbt.

Gedankliche Instanzen bringen uns dazu, zu wenig oder zuviel zu essen, nicht zu schlafen oder nur noch zu schlafen. Und sie beeinflussen unsere Körperchemie.

Bunt oder grau?

Wenn wir verliebt sind sehen wir die Welt mit anderen Augen. Wir strahlen vor Freude und entdecken in allem die Schönheit um uns herum.

Unsere Zellen tanzen vor Freude. Und unsere Gedanken sind bunt.

Fühlen wir uns nicht mehr geliebt, weil wir z.B. erfahren dass unser Partner uns hintergeht, sieht die Welt plötzlich ganz anders aus.

Aus bunt wird grau.

Unsere innern Sätze verändern sich und mit ihnen unsere Realität. Ich bin nicht schön, Ich bin nicht liebenswert. Wir denken uns klein und hässlich.

Unser Körper und unsere ganze Physiologie müssen auf diese Gedanken reagieren. Er ist gezwungen unsere Verzweiflung und Hilflosigkeit zu spiegeln und biochemisch umzusetzen. Dieser negative Gedanken Strom erreicht über das Blut und die Nervenbahnen unsere Zellen. Unser Körper schreit von diesen falschen Gedanken auf, als ob er sich verbrennt.

Wenn ich Liebeskummer habe, dann bringt es natürlich nichts ihn zu leugnen oder zwanghaft positiv zu denken. Schmerz kann man nicht wegdenken.

Aber, wenn ich mir generell darüber bewusst bin, dass mein Denken großen Einfluss auf das Wohlbefinden meines Körpers hat, dann macht es Sinn meinem Körper Gutes zu tun und ihn gedanklich zu unterstützen, anstatt an ihm rumzumäkeln.

Hierzu eine kleine Metapher von zwei Wölfen.

Ein alter Indianer sitzt mit seinem Sohn am Lagerfeuer und spricht:

“Mein Sohn, in jedem von uns tobt ein Kampf zwischen 2 Wölfen.

Der eine Wolf ist böse. Er kämpft mit Neid, Eifersucht, Gier, Arroganz, Selbstmitleid, Lügen, Überheblichkeit, Egoismus und Missgunst.

Der andere Wolf ist gut. Er kämpft mit Liebe, Freude, Frieden, Hoffnung, Gelassenheit, Güte, Mitgefühl, Großzügigkeit, Dankbarkeit, Vertrauen und Wahrheit.”

Der Sohn fragt:„Und welcher der beiden Wölfe gewinnt?“

Der alte Indianer schweigt eine Weile.

Dann sagt er:„Der, den du fütterst.“

Welchem Wolf schenkst du deine Aufmerksamkeit?

#Lesetipp: Dein Mindset bringt Dir gar nichts

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.