Falsche Identität

Warum fällt es uns so schwer authentisch zu sein?

Wieso fällt es uns eigentlich so schwer ganz wir selbst zu sein? Und warum präsentieren wir nach außen oft eine falsche Identität, die uns gar nicht entspricht?

Wir werden in eine Welt hinein geboren, die bereits existiert. Unsere Eltern passen uns in ein (ihr) vorhandenes Glaubenssystem, dessen Werte und Annahmen wir ungefiltert übernehmen. Wir wollen dazu gehören, nicht ausgeschlossen werden. Es geht um unser körperliches Wohl, um unser Überleben.

Wir lernen schnell den Erwartungen und Anforderungen anderer zu entsprechen und nicht unseren eigenen. Die nehmen wir meist überhaupt nicht wahr. Wir können nicht mehr Nein sagen, zu Dingen, die nicht zu uns passen. Wir kreieren ein Bild von uns, das vorzeigbar ist. Eine falsche Identität. Als Erwachsenen sind wir ständig müde, gestresst und überlastet. Oft wollen wir sogar weg von uns selbst und fühlen uns wie Gefangene. Das sind wir auch. Wir glauben geliebt zu werden, wenn wir nicht wir selber sind, Leistung bringen und bemühen uns dementsprechend den Erwartungen anderer zu entsprechen.

Es pflanzt sich fort

Wir sind programmiert und richten selber darüber, ob wir das Programm erwartungsgemäß ausführen. Unsere Eltern sind meist selbst von tief verletzten, aufs Überleben trainierten Menschen erzogen worden. Wir haben von Anfang an keine Chance, uns und unsere Möglichkeiten zu entdecken und als frei schwingende Geschöpfe zu uns zu kommen. Die falsche Identität oder das Bild, das wir nach außen tragen, wird belohnt oder bestenfalls nicht bestraft. 

Wir haben Angst wir selbst zu sein, weil wir uns gar nicht kennen.

Wie sind wir denn dann?

Schlimmstenfalls wollen wir dann gar nichts und wissen gar nicht wohin es uns zieht. Uns wurde so abgewöhnt uns selbst wahrzunehmen, dass wir nicht mal wissen, was uns Spaß machen könnte oder was wir uns aus tiefstem Herzen wünschen.

Unsere inneren Scheinwerfer waren immer nach außen gerichtet.

Mit Fragen wie: Wann liebst du mich? Wie muss ich sein, damit du mich siehst, wahrnimmst, belohnst, ernst nimmst oder mir Respekt zollst? Was erwartet die Welt von mir?

Es ist Zeit, Dich selbst zu erwarten

Völlig ungefiltert.

Neu hinschauen. Ohne Vorurteil.

Mehr und mehr von der erfundenen Identität ablegen. Aus der Falschheit in die Natürlichkeit. Dafür musst du für möglich halten, dass du dich als lebendige Wirklichkeit wirklich komplett übersehen hast. Du wirst neugierig auf den echten, unangepassten, authentischen Teil in dir. Und zwar ohne vorher zu wissen, wie dieser Teil sein soll. Ob er (oder sie) den anderen gefällt oder reinpasst, zu viel ist, geliebt oder verstoßen wird.

Keine Ideen und Vorstellungen mehr

Hier werden alle Ideen von Egoismus, Moral, Schuld, Stolz und Ehre fallen gelassen. Du wirst zum Entdecker. Als Entdecker gibt es kein richtig oder falsch. Hier wird ausprobiert und erlebt. Manches fühlt sich richtig an, anderes nicht. Hier gibt es keine Fehler – nur die reine Erfahrung. Du entdeckst dich außerhalb der erdachten, kleinen, falschen Identität. Du fängst an zu sagen, was du denkst und tust, was du tust. Einigen Menschen wird das gefallen, anderen überhaupt nicht.

Ehrlich werden

Es geht nicht ums Gefallen oder nicht gefallen. Du wirst ehrlich und wahrhaftig dir selbst gegenüber. Du ent-täuscht.

Und versuchst nicht mehr dich deiner erdachten, falschen Identität oder Rolle gemäß zu verhalten. Du musst da draußen niemanden mehr fragen, was du tun sollst, wie es funktioniert oder wie jemand, der nicht du ist,  sich fühlen sollte. Das findest du selber raus. Ganz einfach dadurch, dass du dich selbst zu deiner Autorität erhebst. Dich gibt es nur einmal, in dieser Form, mit dieser Geschichte, in dieser Verkörperung.

Keine Kopie

Du bist das Orginal – du musst dich nicht vergleichen oder jemand anderen kopieren. Du probierst aus wohin es dich zieht, was dir entspricht und was nicht. Und du fängst an deinen Gefühlen zu vertrauen. Du bist bereit, Bekanntschaft mit dir zu machen, allem zu begegnen, was du abgespalten hast, allen alten Dämonen. Dein Interesse für dich selbst hat höchste Priorität. Als Energie, als Ausdruck, als Potential – du bist bereit deinem eigenen Wahnsinn zu begegnen. Du musst nichts mehr verheimlichen, darfst allen Energien Raum geben. Auch den hässlichen, unschönen, dunklen.

Alles darf den Raum betreten

Alles was durch dich kommt, hat mit dir zu tun. Nichts muss mehr verheimlicht, theoretisiert oder abgespalten werden. Du gibst dir die vollständige Erlaubnis zu sein und lernst dich neu kennen.

Natürlich kann es immer mal wieder passieren, dass deine falsche Identität und alle Gedanken und Programme, die zu dir gehören, dir erzählen, warum das so nicht geht oder dass du nicht gut genug bist, Ausschuss, Mangelware.

Aber mal ehrlich: Wer oder was spricht oder denkt da durch dich? Gib diesen falschen Gedanken keine Stimme mehr und höre auf, ihre Beleidigungen zu glauben. Sie machen dich eng und halten dich klein. Wie das Programm, in das du schon als Kind gepresst wurdest. Glaube die alte Geschichte nicht mehr und sei bereit über sie hinaus zu wachsen. In das wilde, freie Leben das sich durch dich ausdrücken will und erfahre einfach was das heißt! Verrate dich nicht mehr für eine falsche Identität, die leer und unlebendig ist.

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