Einfache Methode, um gute Entscheidungen zu treffen

 

Im täglichen Leben müssen wir unzählige Entscheidungen treffen. Ja oder nein, links oder rechts, mit oder ohne Milch.

Teil des Lebens ist es, zwischen mehreren Möglichkeiten zu wählen und bestimmte Dinge aufzugeben. Jede Wahl und alle unsere Entscheidungen für etwas erfordern ein Nein zu anderen Möglichkeiten. Das macht es manchmal recht schwer…

Dieser Artikel stellt Dir eine simple Übung vor mit der Du Dir komplexere Entscheidungen vereinfachen kannst.

Kleinere Entscheidungen kann man ja meist schnell und spontan treffen – aber größere Entscheidungen, mit langfristigen Konsequenzen, müssen ja oft mehr als überschlafen werden.

Oft vermeiden wir es wichtige Entscheidungen zu treffen und lenken uns mit Banalitäten ab. Urplötzlich fangen wir an aufzuräumen, alten Plunder zu sortieren oder belanglose Telefonate zu führen. Meist liegt diesem Vermeiden ein innerer Konflikt zu Grunde. Zum Beispiel dann, wenn uns die anstehenden Entscheidungen Angst machen, oder Konsequenzen mit sich bringen, von denen wir nur ahnen können, wie sie sich im täglichen Leben anfühlen.

Wenn es um “ja oder nein” geht, um “links oder rechts”, um “hingehen oder nicht“, dann kommen bei mir Muskeltests zum Einsatz. Das heißt, ich schaue wie mein Körper reagiert.

Und dann frage ich mich: Welches Ergebnis wünsche ich mir? Das hilft mir Klarheit darüber zu bekommen, was mir eigentlich am liebsten wäre…

Wenn Du mit kinesiologischen Tests nicht vertraut bist und auch überschlafen und andere Strategien, wie Münze werfen, nicht zielführend sind, dann kann Dir die Polaritätsübung von Christian Meyer helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.

 

Oft reicht es nicht aus, ausschließlich durch nachdenken zu einer Lösung zu kommen.

Man hört ja immer wieder, dass der Kopf etwas anderes will als der Bauch und glaubt, es besteht ein Konflikt zwischen Gefühl und Verstand. Tatsächlich ist es meist ein Konflikt zwischen zwei oder mehreren Seiten der Persönlichkeit. Und jeder dieser Anteile enthält immer gedankliche und gefühlsmäßige Aspekte.

Bei der Polaritätsübung geht es darum, mit unterschiedlichen Persönlichkeitsanteilen, zwischen denen ein Konflikt besteht, in Dialog zu treten und so zu einer Lösung zu kommen. Hier empfiehlt Christian Meyer sowohl alle Gefühle des Konfliktes zuzulassen, als auch bestimmte Szenarien zu Ende zu denken (z.B. was sind realistische Konsequenzen, im Falle einer Trennung).

 

Bei der Polaritätsübung werden drei Positionen unterschieden.

  • 1: Ich möchte Alternative A
  • 2: Ich möchte Alternative B
  • 3: Den Konflikt von außen anschauen

 

Für die Übung ist es wichtig, dass Du Dich in beide Seiten ganz reinversetzt, beide Seiten in der Ich-Form sprichst und den jeweilig anderen Seiten in der Du-Form antwortest.

 

Und so geht’s:

Schreibe auf zwei gegenüber liegende Spalten für beide Positionen einen Satz.

Lass zwischen beiden Positionen einen Dialog entstehen. Lass beide Seiten zu Wort kommen und gehe auch jeweils auf den Stand der andern Position ein. Nimm dir dafür am besten über mehrere Tage für 20-30 Minuten Zeit.

Jetzt geh auf die dritte Position: Schau auf beide Seiten und schreibe alles auf, was du entweder beiden oder einer Seite zu sagen hast.

 

Beispiel:

Position 1: Ich möchte unbedingt eine Beziehung in der ich mit meinem Partner auf Augenhöhe bin. Mit meinem Freund wird das nicht funktionieren.

Position 2: Du bist lustig. Alle Männer sind doch gleich. Ich mache mir große Sorgen, dass mich Niemand mehr haben will (mit den 5 Kindern und 3 Pitbulls).

Position 3: Ich verstehe, dass du Angst hast keinen Partner mehr zu finden, aber bist du dann wirklich schlimmer dran als vorher? Wie kannst du so sicher sein, Niemanden mehr kennenzulernen, der besser zu dir passt?

 

Man kann nicht nicht entscheiden.

Es ist immer besser, Entscheidungen selbst zu fällen, sonst fällen andere sie für uns. Keine Entscheidung ist auch eine Entscheidung. Nämlich die, nichts zu tun oder alles beim Alten zu lassen.

Wenn Du Dich schon lange mit einer Entscheidung quälst, dann ist es oft besser irgendeinen Weg einzuschlagen. Oft ist der entscheidende Schritt der, überhaupt in Bewegung zu kommen. Aufhören oder umkehren kannst Du immer noch.

Welche Entscheidung steht bei Dir an?

Ich freue mich, von Dir zu hören♥

 

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2 Antworten

  1. Januar 20, 2019

    […] Einfache Methode, um gute Entscheidungen zu treffen […]

  2. Mai 5, 2019

    […] auf rationaler Ebene treffen konnte, dann zählte mein Gefühl. Oft hörte ich, dass Leute wichtige Entscheidungen aus dem Bauch heraus treffen. Ihr Gefühl sagt ihnen, ob sie handeln sollen oder nicht. Sie wissen […]

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