Ein Zaubermittel gegen Depressionen (ohne Nebenwirkungen)

 

In Norwegen wird das erste psychiatrische Krankenhaus eröffnet, in dem man ohne Medikamente behandelt. Üblicherweise wird innerhalb der westlichen Medizin bei jeder Form von affektiver Störung schnell zu Medikamenten gegriffen. Aus eigener Erfahrung und als Therapeutin weiß ich: Das muss nicht zwingend sein – es gibt viele unterschiedliche Alternativen.

 

Eine davon ist es, mehr Freude in Dein Leben zu bringen.

 

Wenn wir Freude fühlen, dann ist diese Empfindung meist mit dem Gedanken „Das ist richtig“ verknüpft. Dieser Gedanke kommt im täglichen Leben bei den meisten nicht allzu oft vor. Die Kinder nörgeln, das Wetter macht, was es will, der Partner ist unfreundlich, unser Parkplatz ist belegt, der Kollege schiebt Arbeit auf uns ab, ein lästiger Großeinkauf fürs Wochenende steht an…

 

Unser Gehirn ist darauf programmiert Fehler zu finden. Wir orientieren uns meist an unseren Problemen, weil das von je her unserem Überleben gedient hat.

Außerdem haben wir gelernt, glücklichen Umständen zu misstrauen. Warte nur ab, bis Du die rosarote Brille wieder abgesetzt hast…

 

Das bedeutet, um mehr Freude zu fühlen, müssen wir uns auf sie ausrichten und aus unserem auf Probleme konditionierten Verstand aussteigen.

 

Zumindest für ein paar Minuten am Tag…

 

Dass das funktioniert lässt sich sogar wissenschaftlich belegen. Untersuchungen haben gezeigt, dass depressive Menschen auf ein Freudetagebuch ebenso positiv ansprechen wie eine Kontrollgruppe auf Psychopharmaka.

 

Ein Freudetagebuch zu führen, ist ganz einfach: Du trägst dieses Buch immer bei Dir und notierst jeden auch noch so klitzekleinen Moment der Freude. Das kann alles sein (die kleinen Dinge haben oft die größte Wirkung):

 

  • Das Lächeln der Kassiererin
  • der leckere Kaffee
  • die Postkarte von einer alten Freundin
  • ein kleiner Flirt
  • neue Schuhe…

 

Freude

 

Offensichtlich schärft die Übung die Wahrnehmung für das Schöne und dadurch wird mehr Freude im System erschaffen und wahrgenommen.

 

Sprüche wie „Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben“ oder „Zu früh gefreut“ zeigen auch, dass wir kein wirklich entspanntes Verhältnis im Umgang mit Freude haben. Oft wird uns schon als Kind nahe gelegt uns nicht zu sehr zu freuen, damit niemand neidisch oder enttäuscht wird.

 

Dazu kommt: Für negative Gefühle bekommt man oft viel mehr Anteilnahme als für positive. Ach, das ist alles so stressig und dann dieser Haushalt noch und überhaupt…

 

Natürlich geht es hier nicht darum, sich um jeden Preis zu freuen, obwohl Dir nicht danach ist. Du bist ja keine dauerkrinsende, amerikanische Klischee Hausfrau auf Droge. Aber es wirkt Wunder einfach mal zu schauen, was sich alles richtig anfühlt und dann Deine Aufmerksamkeit darauf zu lenken:

 

Eine nette Mail, eine schnurrende Katze, ein lustiger Hund (ich meine keine Tiervideos auf YouTube – es geht um das, was Dich im Leben gerade tatsächlich umgibt).

 

Was möchtest Du feiern, was berührt Dich? – schöne Musik, sonniges Wetter, blühende Blumen?

 

Wenn Du diesen Momenten mehr Aufmerksamkeit schenkst, nimmst Du sie nach und nach automatisch stärker wahr und ziehst sie in Dein Leben.

 

Das ist ein wirklich gutes Mittel gegen Depressionen. Ganz ohne Nebenwirkungen.

 

Lesetipp: Selbstfürsorge und 6 Dinge, die Dich glücklich machen

 

Was macht Dir richtig Freude?

 

 

 

 

 

 

 

Das könnte Dich auch interessieren …

1 Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.