Dem Leben lauschen: Warum es so wichtig ist

Manchmal wollen wir mit dem Kopf durch die Wand. Wir rennen und kämpfen für ein Ziel oder eine Idee und merken nicht, dass wir uns längst verrannt haben und gegen uns und das Leben selber angehen. Oft übersehen wir dabei: Neben der Wand, gegen die wir rennen, ist eine Tür.

Warum sehen wir die Tür(en) nicht?

Wir können sie nicht sehen, weil wir uns blind machen für alle Möglichkeiten, die außerhalb unserer Vorstellung liegen.

Unsere Vorstellungen, Annahmen, Meinungen und Vor-wegnahmen sind oft das eigentliche Hindernis. Sie werden zu genau der Wand, die uns die Sicht versperrt.

Das Leben selbst kennt den richtigen Weg. Es ist der Weg. Wir müssen ihm nur lauschen. Hinhören. Seine Zeichen deuten lernen und den Wegweisern folgen.

Wie sehen solche Zeichen aus?

Diese Frage stellen wir uns und wollen eine konkrete Antwort. Etwas Handfestes. Eine Handlungsanweisung oder Methode an die wir uns halten können. Damit wir es richtig machen und uns kein Fehler unterläuft. Wir nichts verpassen.

Das Leben ist viel komplexer als wir uns nur annähernd vorstellen können. Und es ist im Fluss. Das haben uns schon alle großen Weisheitslehrer vermittelt. Das ist ein entscheidender Aspekt, den wir scheinbar nur sehr schwer begreifen können. Wie will man auch etwas Fließendes, was jeden Moment anders ist als im vorherigen, begreifen oder handhaben können?

Eine Antwort bekommen wir trotzdem. Ganz unmittelbar, im jeweiligen Moment.

Nur anders als wir es erwarten.Unser Körper weist uns mit seiner unermesslichen Intelligenz den Weg. Er weiß, ob wir noch genug Reserven haben oder längst eine Pause brauchen (weil wir schon zu lange gegen die Wand laufen).

Der Intelligenz des Körpers lauschen

Wenn unser Körper krank ist, dann entwickelt er z. B. hohes Fieber und zwingt uns, sich ins Bett zu legen. Er legt uns lahm und kommt ganz zu sich. Wenn es ihm wieder besser geht, dann wollen wir automatisch wieder rausgehen, etwas erleben und weiter machen. Aber dazu braucht es die Bereitschaft, sich für die Zeit der Genesung zu schonen. Ob drei Tage oder drei Wochen ist egal. Eben solange bis es weiter geht. Ganz organisch, ohne den Druck etwas zu müssen, was wir gar nicht können, wenn uns die Energie fehlt.

Genauso ist das mit manchen Projekten oder Ideen, das Leben zeigt uns, wenn der Weg den wir einschlagen uns nicht gut tut oder uns nicht entspricht. Wir können einfach mal anhalten und durchatmen. Ohne zu wissen, was kommt. Ohne dem verkopften Getriebensein des „Aber-ich-muss-doch-dass-kann-ich-doch-nicht-machen“ zu folgen.

Einfach mal inne halten.

Dem Leben lauschen. (Oder den Vögeln).

Vielleicht zeigt es dir eine neue Tür, von der du noch gar nichts weißt. Die aber schon sehnsüchtig auf dich wartet und sich erst allmählich durch deine Vor-stellungen einen Weg bahnen muss. Ein leichter und zarter Impuls, der neben deinen lauten „Ich muss“ und „Ich Solltes“ um deine Aufmerksamkeit ringt.

Alles Liebe,

Bine


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