Berufung: Warum gute Dinge Zeit brauchen


Es gibt nichts Machtvolleres als eine Idee, deren Zeit gekommen ist

-Victor Hugo

Vielleicht ist es an der Zeit: Du stehst an einem Wendepunkt und suchst nach einer neuen Richtung. Oder du hast eine vage Idee, und möchtest sie sofort umsetzen. Du hörst und liest immer wieder davon, deine PS auf die Straße bringen zu müssen.

Du hast die Befürchtung:

  • Mir läuft die Zeit weg
  • Die andern sind viel schneller, besser und vorbereiteter als ich
  • Man sollte im richtigen Moment zu greifen, nicht so zögerlich sein
  • Nur wer wagt gewinnt

Vielleicht befürchtest du auch, dass jemand dir deine Idee klaut. Du musst loslegen, schneller sein, umsetzen, tun, und zwar bevor es zu spät ist.

Wer zuerst kommt malt zuerst.

Ja, stimmt. Aber nicht immer und nicht grundsätzlich. Ganz einfach deswegen nicht, weil viele Dinge, die wirklich gut sind reifen müssen und Zeit brauchen. Zeit, um sich zu entwickeln und überhaupt zu entstehen.

Es braucht Zeit bis wir bereit sind, ins Licht zu treten.

Zeit für Entwicklung, das natürliche Gebären von etwas Neuem wird unterschätzt. Ein Bambus z.B. braucht 4 Jahre bis er aus der Erde kommt.

Besonders die Geburt eines Menschen zeigt uns: Neues Leben entwickelt sich im Verborgenen und braucht Zeit und Schutz bevor es in die Welt tritt.

Auch später wachsen und entwickeln wir uns in unserem individuellen Tempo.

Wessen Ziele verfolgst du?

Sind es wirklich deine Ziele die du verfolgst? Oder versuchst du jemandem aus deiner Vergangenheit etwas zu beweisen und folgst einer programmierten Stimme, die glaubt zu wissen, was das Richtige für dich ist? Folgst du Meinungen und Ansichten, die du von früheren Bezugspersonen übernommen hast?

Wie wäre es damit, dir einfach mal Raum zu geben? Raum, um zu entdecken, was du wirklich willst, denkst und fühlst.

Raum geben, anstatt sofort auf ein neues Ziel oder Projekt zu springen, nur um etwas zu tun, keinen Leerlauf zu haben oder nichts zu verpassen.

Getrieben von dem Gedanken: Ich muss doch, die Zeit rennt.

Organische Entwicklung

Wenn du etwas tun oder erleben möchtest, das dich erfüllt, dann ist es gut es organisch entstehen zu lassen.  Es ist nichts verkehrt damit, einfach loszulegen, sich Fristen zusetzen und zu starten, ohne genau zu wissen womit man am Ende rauskommt.

#Lesetipp: Ins Tun kommen: 16 Blockaden, die Du überwinden solltest

Genauso wenig ist es verkehrt, den Dingen Zeit zu geben und sie reifen zu lassen. Manchmal ist das sogar sinnvoller.

Den Widerstand nutzen

Vielleicht spürst du bei vielen anstehenden Entscheidungen einen Widerstand. Ein inneres Nein. Dann gilt es aus diesem Widerstand heraus dein Ja zu entdecken. Das kann möglicherweise etwas Zeit brauchen und ist kein linearer Prozess.

Entdecken, was in dir liegt oder sich entwickeln will

Du bist einzigartig. Keiner hat deine Geschichte oder deine Erfahrungen.  Der Vergleich mit anderen Menschen macht also nur bedingt Sinn. Er macht dich vor allem nicht offener oder kreativer. Hier geht es ja um dich. Kein so und so ist das. Man kann es nur auf diese eine Art machen.

Du machst es auf deine Art. Du bist ein Unikat. Keine genormte, standardisierte Sache.

Das Leben ist komplex und macht es auf alle Arten.

Die Welt (und Du selber als Teil der Welt) liegt voller Möglichkeiten, die es zu entdecken gilt.

Ich freue mich von dir zu hören!

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