Beim nächsten Partner wird alles anders

 

…das funktioniert leider nicht. Besonders deshalb nicht, weil wir uns mit allen unseren Mustern und Prägungen in jede neue Beziehung mitnehmen.

Je nachdem, ob unsere Beziehung zu uns selber gut oder schlecht ist, wird auch unsere Beziehung mit einem Partner gut oder schlecht sein.

 

 

Kann man in Beziehungen etwas richtig oder falsch machen?

 

Interessanter ist die Frage: Bin ich noch ich selbst, oder habe ich mich längst verloren und vegetiere ferngesteuert in einer leblosen Beziehung vor mich hin?

 

In einer Beziehung „ich selber sein“, kann ich natürlich nur, wenn ich überhaupt erst mal Zugang zu mir gefunden habe.

 

Vielleicht muss ich dafür eine Weile alleine gehen.

 

Viele von uns haben keine Ahnung, wie Liebe und Beziehung eigentlich auf Dauer funktioniert.

 

Liebe findet ja in erster Linie im Inneren statt. Hier braucht es oft eine Generalüberholung.

 

Wir leben meist nach dem Modell unserer Eltern und sind unbewusst drauf programmiert ihr Beziehungsverhalten zu kopieren.

 

Möglicherweise haben wir schon zig mal dabei zugeschaut, wie sich unser Partner von uns distanziert, wie plötzlich die Lust auf Sex verschwindet oder uns alles zu eng und verbindlich wird. Oder wie der andere sich nicht einlässt, Alkoholprobleme entwickelt, und uns wieder zurückweist oder missversteht und wir trotzdem in der Beziehung bleiben, anstatt zu gehen.

 

Und Jetzt?

 

Ehrlich hinschauen. Uns sich Fragen: Was ist mein Anteil am Verlauf dieser Beziehung?

 

Gibt es Sachen, die ich vermeide, nicht anspreche, ignoriere?

 

Es macht keinen Sinn, die Schuld in der Kindheit oder beim Partner zu suchen.

 

So wie ich mit mir umgehe, so gehen andere mit mir um

 

Das heißt, wenn ich mich von meinem Partner nicht gesehen und wertgeschätzt fühle, dann kann ich davon ausgehen, dass ich mich selber in vielen Aspekten nicht sehe und wertschätze.

Ich kann niemanden dazu bringen, mir Respekt zu zollen oder mir Anerkennung zu geben, wenn ich diesen Respekt nicht für mich selber aufbringe.

Respektlos sich selbst gegenüber zu sein, kann viele Gesichter haben. Es kann bedeuten, dass ich meine Bedürfnisse nicht vertrete, meine Grenzen nicht richtig setze oder mich selbst verurteile.

 

Das Schöne ist: Wenn ich mich verändere, dann verändern sich auch die Beziehungen um mich herum.

 

Unser Unterbewusstsein steuert ca. 95 Prozent aller unserer Prozesse und spiegelt uns, was wir glauben, selbst wenn sich unsere bewussten 5 Prozent nach etwas Anderem sehnen.

 

Was Du über Dich glaubst, dass spiegeln Dir die anderen wider

 

Dein Partner betrügt Dich, ihr habt keinen Sex mehr, der Typ ruft nicht an, ignoriert Dich, nutzt Dich aus? Und jetzt sollst Du dafür Verantwortung übernehmen? Du sollst Deinen Partner nicht ändern sondern Dich?

 

Ja.

 

Genau.

 

Was mir bei anderen oft begegnet und mich stört, sind die Bereiche, die ich in mir selber ablehne und unterdrücke.

Bestimmte seelische Vorgänge, die sich bei mir unerkannt abspielen projiziere ich nach außen und erkenne sie beim Gegenüber. Das heißt, mein Partner spiegelt mir möglicherweise genau die Anteile, die ich bei mir unterdrücke und an denen ich wachsen kann.

 

Du nimmst Deine Probleme immer mit

 

Trennungen sind oft nur eine Verlagerung des eigentlichen Problems. Du wechselst den Partner, aber das Problem bleibt. Wenn Du Dich innerlich veränderst, dann muss das Außen mitziehen. Mach Du mich heil oder glücklich – das klappt leider nicht. So machst Du Dich nur abhängig von einem anderen. Dein Partner soll Dir geben, was Du Dir selber nicht geben kannst.

Auch abwarten, klammern oder jammern bringen nichts.

Der neue Partner aktiviert spätestens nach der ersten Phase des Verliebtseins Deine alten Muster und Prägungen. Und dann stellst Du fest, dass die neue Beziehung sich plötzlich genauso entwickelt, wie die vorherige.

 

Viel zu hohe Erwartungen an den Partner

 

Einer der häufigsten Trennungsgründe von Männern und Frauen ist, dass sie sich „auseinander gelebt haben

Für frühere Generationen wäre das niemals ein Grund gewesen, sich zu trennen. Das Nebeneinanderherleben gehörte selbstverständlich zu einer normalen Ehe dazu. Heute haben wir völlig überhöhte Ansprüche an eine Beziehung. Sie soll uns in jeder Hinsicht glücklich machen.

Wer seine ganze Erfüllung in der Beziehung sucht, der wird zwangsläufig enttäuscht. Genau damit ist die Liebe überfordert. Dein Partner ist ja auch nur ein Mensch. Mit Ängsten, Begrenzungen und alten Mustern. Möglicherweise genauso kompliziert wie Du. Und natürlich alles andere als perfekt.

Das heißt, die Unvollkommenheit, die Du selbst mitbringst, solltest Du auch dem anderen zugestehen und ihn nicht mit zu hohen Anforderungen überfordern. Wozu solltest Du dem Partner vorwerfen, dass er nicht perfekt ist, wenn es diese Form der Perfektion ohnehin nicht gibt?

 

Wir spielen alte Muster nach

 

Wir haben eine bestimmte Vorstellung, wie Beziehungen ablaufen. Das, was wir vorgelebt und erfahren haben, versuchen wir in unseren eigenen Beziehungen nachzubauen. Die exakten Pläne dafür haben wir. Wir wissen wie es sich anfühlen soll, wir finden heraus, was für Knöpfe wir beim Partner drücken müssen, damit er die Reaktion zeigt, die wir gewohnt sind.

Oft inszenieren wir die Beziehung unserer Eltern neu. Mit allem, was dazu gehört. Wir übertragen die verzehrte Wahrnehmung eines Elternteils auf unseren neuen Partner. Wir lernen ihn so zu manipulieren, dass er womöglich selber nicht weiß, warum er sich jetzt so verhält. Unsere unterbewussten Muster wollen bestätigt werden. Dazu reden wir ähnlich vorwurfsvoll oder anklagend bis wir es schaffen, dass das Gegenüber zum Täter wird.

Wenn man in der Opferrolle steckt, dann vermeidet man es Verantwortung zu übernehmen. Oft drücken wir uns so unklar aus, dass wir keine Rechenschaft für das, was wir sagen übernehmen müssen.

 

 Wir sagen nicht, was wir wirklich wollen

 

Manche Beziehungen kranken daran, dass die Partner ihre Wünsche nicht oder nur in verschlüsselter Form darstellen. Viele Menschen haben sich einen Kommunikationsstil angewöhnt der ihre Wünsche nicht direkt äußert, sondern versteckte Vorwürfe im Schlepptau hat.

 

Beispiel: „Würdest Du heute das Geschirr spülen?“ ist besser als „Könntest Du nicht wenigstens heute mal das Geschirr spülen?“

 

Die zweite Variante enthält einen Vorwurf und macht es dem Partner schwer der Aufforderung frohen Herzens nach zu kommen, schon allein deshalb, weil das ein Schuldeingeständnis wäre. Das ganze läuft natürlich sehr subtil und unbewusst ab und kann in einem riesigen Streit enden. Und am Ende kann einer der beiden gekonnt aus allen Wolken fallen und behaupten, dass er nichts weiter wollte als dass der Partner das Geschirr spült.

 

 

 

Der Wunsch nach Verschmelzung

 

Diesen Wunsch kann ich sehr gut verstehen…

Oft stecken kindliche Verlustängste hinter dem Bedürfnis, zu einem gemeinsamen, größeren ICH zu verschmelzen. Die Unterschiede und die Individualität des Einzelnen müssen dann zugunsten eines idealisierten Wir-Gefühls unterdrückt werden. So eine Symbiose versucht alle Unterschiede und Freiräume zwischen den Partnern aufzuheben. Hier findet keinerlei Auseinandersetzung mit der Andersartigkeit des Partners statt. Das heißt, es findet auch keine gemeinsame Entwicklung mehr statt. Und was mit stehenden Gewässern passiert, dass wissen wir ja…

 

Ein Schlüsselwort für die Liebe heißt Nein

 

Wenn zwei Menschen eine Beziehung eingehen, wenn ihre Persönlichkeiten aufeinander prallen, dann geschehen Dinge, die man kaum ahnen kann, wenn man beide einzeln trifft.

Eine Beziehung läuft meist nach unbewussten Spielregeln, die man nicht isoliert betrachten kann. Wenn jemand dominant ist muss sich irgendwer unterdrücken lassen. Die Quasselstrippe braucht einen Zuhörer und jemand der unverschämt ist braucht jemanden, der sich alles bieten lässt.

Die Unverschämtheit des anderen findet meist ihr Gegenstück in meiner Unfähigkeit, Nein zu sagen und meine Interessen auszudrücken. Je mehr ich sagen kann, was ich brauche und will, desto mehr Möglichkeiten hat mein Partner mir entgegenzukommen, mich zu verstehen und mit mir gemeinsam eine Lösung zu finden. Oder eben nicht. Aber dann haben wir immerhin Klarheit.

 

Krisen bieten jede Menge Wachstumspotential

 

Vielleicht erinnert mich mein Partner an eine wichtige Person aus meiner Vergangenheit. Ich bin mir dieser Ähnlichkeit aber nicht bewusst. Aber ich reagiere gefühlsmäßig auf den anderen, als ob er dieser andere aus meiner Vergangenheit wäre. Ein unsichtbarer Dritter sozusagen..

Wichtig ist zu verstehen: Auch ich kriege solche Übertragungen ab. Nicht jedes Gefühl, das mir mein Partner entgegenbringt gilt mir, sondern vielleicht seiner Mutter oder einer gemeinen, alten Tante.

Ich kann hier möglicherweise ein bekanntes Muster erkennen und alte Gefühle fühlen und aufarbeiten. Wichtig ist, meinen Partner im Hier und Jetzt zu sehen, ohne die Brille der Vergangenheit.

 

Die Liebe des Partners soll mich aufwerten

 

Ganz nach dem Motto: Wenn mir dieser Mensch seine Liebe gibt, dann bin ich nicht ganz so wertlos und schwach, wie ich mich mit mir alleine fühle. Ich stelle den anderen auf einen Sockel und er soll mich dann hochziehen…Wenn unser Selbstwert von der Liebe des Partners abhängt, steht er immer auf unsicherem Grund. Er hängt von den Launen und Stimmungen des Partners ab.

Eine schwere Bürde für den Partner und für uns…besonders, wenn uns der Partner irgendwann verlässt oder nicht mehr liebt, denn das würde ja dann bedeuten, dass wir nicht mehr liebenswert sind.

Wichtig ist zu verstehen oder zu lernen: Die Liebe eines anderen macht mich nicht wertvoller als ich bin.

Die Liebe eines andern kann mir weder meinen persönlichen Schmerz nehmen, noch meinen Selbstwert verbessern.

Es führt kein Weg daran vorbei: Wir müssen bei uns anfangen. Mutig sein, uns selbst erkennen, uns begegnen und uns annehmen.

 

Komm in Kontakt mit Dir

 

Erkenne dich selbst, das war schon der Rat griechischer Philosophen auf dem Weg zu mehr Lebendigkeit und Authentizität.

 

  • Lebst Du Deine Träume?
  • Spürst Du was Du wirklich willst?
  • Bist Du Dir selber ein guter Freund oder haust du Dich regelmäßig in die Pfanne?
  • Betäubst oder lenkst Du Dich ab?
  • Erkennst Du überhaupt, was Dich nährt und was Dir gut tut?
  • Setzt Du Grenzen bei anderen?
  • Bist Du wirklich bereit für Nähe?
  • Bist Du gerne mit Dir zusammen?
  • Vertraust Du Dir selber?
  • Respektierst Du dich?
  • Bist du Dir treu?

 

Entdecke die Liebe in Dir

 

Wir nehmen Liebe meist als etwas wahr, das von außen kommen muss. Wenn Du die Liebe in Dir entdeckst, dann kannst Du sie seltsamerweise erst im Außen wahrnehmen.

 

Hör auf, da draußen zu suchen.

 

Das Geheimnis lautet: zu sich finden und bei sich bleiben.

 

Ich freue mich, über eine Nachricht von Dir im Kommentarfeld oder unter:

info@luckylittlemoves.com

 

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