Angst: Gedanken Karussell stoppen

Ob wir wollen oder nicht: Unser Leben wird oft von Angst beherrscht. In diesem Artikel geht es darum, was wir selber tun können, um nicht Sklave dieses Gefühls zu bleiben.

Es gibt viele Ängste. Sie äußern sich in unterschiedlichen Formen – als Sorge, dass das Kind die Schule womöglich nicht schafft, Angst im Dunkeln, Nervosität vor fremden Menschen zu sprechen, den Partner an eine/einen anderen zu verlieren, den richtigen Partner nie zu finden, diffuses Gereiztsein oder generell nicht gut genug zu sein.

Dazu kommen körperliche Symptome wie Spannungen im Nacken, Zähne knirschen oder Phobien.

Angst hat viele Gesichter

In den seltensten Fällen steht tatsächlich ein wildes Tier, das uns fressen könnte, vor uns.

Meistens geht es beim Gefühl der Angst um etwas, das passieren könnte, nicht um etwas, das gerade aktuell geschieht.

Die Lücke zwischen dem, was ist und der vorgestellten Zukunft ist mit Angst gefüllt. Das geht eigentlich nur, wenn wir uns im mentalen Raum bewegen. Viel denken und diesem Denken unsere volle Aufmerksamkeit schenken.

Wenn wir unseren ständig schwankenden und zweifelnden Gedanken folgen, dann verlieren wir den Kontakt zum jetzigen Moment. Der Zweifel oder die diffuse Angst wird unser ständiger Begleiter. Wir verlieren uns in endlosen Wenn-dann oder Was-könnte-alles- Schlimmes-sein Szenarien.

Das Denken an sich ist nicht verkehrt. Aber nur dann, wenn es uns dient und unterstützt

Mit dem Leben, das sich Augenblick für Augenblick offenbart, können wir meist gut umgehen. Die Projektionen unseres Verstandes, das was kommen könnte, ist unser eigentliches Problem.

  • Unser Partner könnte feststellen, dass wir doch nicht so toll sind, wie er (irrtümlich) dachte
  • Mitglieder unserer Familie könnten verunglücken oder sterben
  • Wir könnten sterben
  • Oder unseren Job verlieren
  • Von den letzten Freunden verstoßen werden
  • Wir könnten irgendwann völlig mittelos und vereinsamt in einer Holzhütte hausen
  • Alt, ausgebrannt und alleine sein

Ok. Könnte alles passieren. Es könnten aber auch wirklich schöne Dinge auf uns zu kommen. Wir wissen es nicht. Warum sollten wir uns heute schlecht fühlen wegen Dingen, die womöglich nie eintreffen werden?

Ja, es macht Sinn sich auch Gedanken um die Zukunft zu machen. Aber warum solltest Du Dir durch inszenierte Vorstellungen und Ideen über die Zukunft im Jetzt Angst machen? Angst die dich lähmt, blockiert und womöglich alle deine Entscheidungen beeinflusst.

Entdecke doch einfach mal, was außerhalb Deiner gewohnten Gedanken liegt.

Wie willst Du etwas kontrollieren, was noch gar nicht hier ist?

Das Ego fühlt sich ständig bedroht. Es muss sich anstrengen, um mithalten zu können, Dinge zu bewahren oder zu vermeiden. Es ist verletzlich, unsicher und muss sich verteidigen. Im Recht sein. Sonst ist es in seiner (fiktiven) Identität bedroht.

Was kannst Du tun?

Normalerweise hat unser Ego die Zügel in der Hand und nimmt sich unglaublich wichtig. Es ist Antreiber, Kritiker und Richter.

Das Ego ist im Verstand zu Hause. Es lebt von Deiner Aufmerksamkeit.

Wie wäre es damit, es einfach zu ignorieren? Ihm nicht mehr zuzuhören. Seine endlosen Diskussionen ins Leere laufen zu lassen?

Das Ego will immer Fuß fassen in der äußeren Welt und sich an etwas festhalten. Meistens an Dingen, die ohnehin vergänglich sind. Aber wenn wir nicht mehr festhalten und einfach innehalten und in uns hineinhorchen, dann können wir entdecken wie viel intelligenter und machtvoller die Kraft ist, die unter all der Vergänglichkeit liegt.

Alles Liebe,

Bine

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