Ängste wegklopfen – funktionieren Klopftechniken?

 

 

„Sich selbst annehmen, während man sich gleichzeitig eingesteht, ein Problem zu haben, ist eine brillante Einsicht.“ Roger Callahan

 

Der Psychologe Roger Callahan ist Gründer der sogenannten „Energetischen Psychologie“. Er legte damit den Grundstein für eine Therapieform, mit der man belastende Gefühle direkt behandelt, anstatt über den Verstand zu gehen. Bewährt hat sich diese Herangehensweise besonders bei Ängsten, Süchten und Phobien.

 

Kann man Ängste wegklopfen?

 

Innerhalb der energetischen Psychologie werden psychische und emotionale Probleme überwiegend als „energetische Phänomene“ betrachtet. Hauptsächlich werden Akupunkturpunkte mit den Fingern beklopft und dazu werden Sätze gesprochen, die eine Kernaussage über das persönliche Thema enthalten. Dahinter steht die Annahme, dass unser körperliches Energiesystem auf belastende Erfahrungen mit einem Energieeinbruch reagiert, der dann als solcher gespeichert bleibt. Wird diese Speicherung aufgelöst, dann verschwinden die Symptome – so zumindest die Theorie.

 

 

Uraltes Wissen

 

Schon vor dreitausend Jahren nutzten Chinesen das Massieren von Akupunkturpunkten. Dass einfaches Klopfen ebenfalls sehr wirksam sein kann, ist zunächst schwer zu glauben. Deshalb ist es am überzeugendsten, es einfach selbst auszuprobieren und bestenfalls die Veränderung am eigenen Leib zu spüren. (Ich kann es Dir nur empfehlen).

Es gibt unterschiedliche Klopftechniken. Hauptziel der folgenden Variante ist es, eigene Zweifel oder Schwächen zu akzeptieren und sich nicht durch ihre Existenz wertlos oder ängstlich zu fühlen. Es geht darum, handlungsfähig zu bleiben (oder zu werden) trotzdem man gewisse Defizite hat. Die Technik ist auch geeignet, wenn Du dazu neigst, Dich für Deine vermeintlichen Fehler selbst zu bestrafen. Tiefsitzende Schuldgefühle sind ein häufiger Grund, warum wir uns selber sabotieren. Unterbewusst glauben wir, wertlos zu sein, weil wir etwas Schlimmes getan haben.

Mach Dir bitte bewusst: Chronisch unter Schuldgefühlen zu leiden hilft weder Dir, noch ändert es etwas an dem, was vorgefallen ist.

Wenn Du das Gefühl hast, in irgendeiner Form gescheitert zu sein (Diät abgebrochen, wieder geraucht etc.), dann probier doch mal die folgende Übung aus.

Obwohl das paradox scheint:

Je mehr Du Deine Schwächen annimmst, desto leichter lassen sie sich verändern oder auflösen.

Was man bekämpft, dass lässt einen nicht los.

 

Hier die Übung:

 

Klopfe oder massiere im Brustbereich (unterhalb des linken Schlüsselbeins) den sogenannten Wunden Punkt und wiederhole dabei die Affirmationen, die für Dich am besten passen:

 

  • Ich akzeptiere mich voll und ganz, auch wenn ich wieder rauche/trinke/unsicher/unmotiviert bin.
  • Obwohl ich es immer noch nicht geschafft habe, dies und das zu tun, bin ich gut so, wie ich bin und habe alle guten Dinge des Lebens verdient.
  • Obwohl ich es hätte besser wissen müssen, konnte ich nicht anders handeln. Ich verzeihe mir und lasse los.
  • Ich akzeptiere mich voll und ganz, auch wenn ich dieses Problem nie überwinde.

 

 

Uns selbst so anzunehmen wie wir sind, macht uns frei. Wir dürfen unseren inneren Impulsen trauen und selbstbestimmt leben. Wir müssen nicht mehr kämpfen.

Selbstannahme bedeutet keineswegs Stillstand, sondern Entwicklung.

Eine gesunde Selbsteinschätzung hilft Dir, konstruktive Schritte in die richtige Richtung zu gehen. Nimm Deine vermeintlichen Schwächen einfach nicht so ernst. Gesteh Dir Deine Unvollkommenheit zu (die hat ja meist auch eine komische Seite). Jeder möchte gerne alles gut und richtig machen. Manchmal klappt das einfach nicht. Hab einfach etwas Geduld mit Dir.

Hast Du schon Erfahrungen mit Klopftechniken?

Ich freue mich, auf eine Nachricht von Dir.

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