7 geheime Überzeugungen über das Leben, die dich klein halten


Vielleicht denkst du, dass du alle deine ungünstigen Glaubenssätze und Überzeugungen über dich und das Leben kennst:

  • Ich schaffe das nicht
  • Ich werde nicht geliebt
  • Nicht gut genug
  • zu hässlich
  • einfach dumm..

Das sind harte Brocken, aber diese  7 folgenden Überzeugungen halten dich genauso in einer limitierten Welt gefangen.

1. Menschen sind böse, schlecht und faul.

Jedenfalls die anderen 😉

Und so darfst und willst du natürlich selber nicht sein. Vielleicht wurde dir sogar erzählt, dass du schlecht bist oder du hast gelernt bestimmte Gefühle, wie Wut oder Ärger als falsch zu empfinden und falls du sie ausdrückst „böse“ zu sein. Deswegen schneidest du alle Teile die „schlecht“ sind von dir ab und ignorierst sie. Dafür siehst du sie dann bei den Menschen in deinem Umfeld.

Was passiert, wenn ich glaube, dass die Menschen um mich herum grundsätzlich schlecht, faul oder böse sind?

Ich muss aufpassen. Niemand tut dann etwas aus freien Stücken.

Alle haben Hintergedanken. Ich werde misstrauisch und sehr, sehr vorsichtig. Es fällt mir schwer jemandem wirklich zu vertrauen. Ich lasse mich nicht wirklich auf einen anderen Menschen ein. Die Gefahr, enttäuscht zu werden, ist zu groß. Ich muss alles selber machen und kann nichts an andere delegieren. Ich verallgemeinere diesen Glauben zu einer Gewissheit und kann gar nicht mehr wahrnehmen, wenn jemand aus vollem Herzen freundlich ist und mir etwas Gutes will. Das macht mich zum chronischen Skeptiker und schneidet mich von all den positiven, liebevollen Menschen um mich herum ab. Ich nehme sie nicht mehr wahr und schaue nur noch durch meine engen Filter von Menschen sind böse, schlecht und faul. Mein Fokus liegt auf dem, was schwach und scheinbar „falsch“ an Menschen ist.

Natürlich gibt es Menschen denen man nicht blind vertrauen kann. Aber genauso gibt es viele die sehr authentisch und ehrlich mit uns sind. Die Überzeugung Menschen sind böse, schlecht und faulhindert uns daran zu erfahren, dass das nur ein Teil der Wirklichkeit ist, die wir womöglich als Kind so erlebt haben.

2. Ich darf nicht egoistisch sein

Und das bedeutet oft: Es ist falsch mich um meine Bedürfnisse zu kümmern.

Tja, wer, wenn nicht du, sollte sich denn um dein Wohlergehen kümmern?

Sich um seine Belange zu kümmern ist nicht egoistisch, sondern erwachsen. Es ist genau richtig zu tun, was dir entspricht und was dir gut tut, damit du eben nicht soviel von den andern verlangen und fordern musst. Du wirst sonst ständig enttäuscht, weil die andern dir nicht geben, was du willst und brauchst. Das macht dich womöglich wütend. Diese Wut unterdrückst du und forderst weiter, bis sich deine Wut gegen dich selbst richtet. Dann wirst du womöglich depressiv…Das ist ein sehr ungesunder Teufelskreis. Also steige bitte aus und kümmere dich um dich selbst J

3. Wenn ich nett bin, dann sind es die anderen auch

Das wäre toll. Aber dafür gibt es keine Garantie. Menschen sind unterschiedlich erzogen, haben unterschiedliche Werte und verhalten sich nicht immer so, wie wir es erwarten – auch dann nicht, wenn wir besonders nett sind. Diese Art des Nett-Seins hat ja oft einen Beigeschmack von Bitte-tu-mir-nichts, ich bin harmlos und macht dich klein.

Es gibt viele Menschen die nicht automatisch nett sind. Es ist gut, das zu verstehen und nicht ins offenen Messer zu rennen.

4. Wenn ich jemanden nur lange genug beweise wie sehr ich ihn Liebe, dann liebt er mich zurück.

Diese Überzeugung hält dich womöglich jahrelang in einer Beziehung, die dir nicht gut tut. Liebe kann man nicht erzwingen. Wenn sie nicht einfach so fließt, dann ist das vielleicht sehr traurig. Aber du kannst niemand, der kein echtes Ja für dich empfindet, dazu bekommen dich zu lieben, indem du dich anstrengst.

5. Wenn ich sage, was ich denke und wirklich will, dann verletze und enttäusche ich die anderen.

Das Gegenteil ist der Fall.

Mal angenommen du lebst nach dieser Überzeugung.

Was passiert dann?

Du sagst Ja, obwohl du Nein meinst. Du schaust womöglich Filme, die dich nicht interessieren, hörst Musik, die du nicht magst und hängst mit Leuten ab, die dir nichts bedeuten. Du versuchst ständig einem Bild zu entsprechen, von dem du glaubst, dass es von anderen gemocht wird.

Du lebst nicht das, was echt in dir ist und sich ausdrücken will – damit wirst du unsichtbar für die Menschen, die wirklich zu dir passen und dich so mögen wie du tatsächlich bist. Und die anderen enttäuschst du irgendwann, weil du ihnen nicht ehrlich auf Augenhöhe begegnest.

Folge deinen echten Impulsen und Gefühlen. Es gibt mit Sicherheit Menschen, die das nicht mögen. Aber die passen ohnehin nicht wirklich zu dir. Zeig dich so wie du bist und du wirst sichtbar für die, die dich genau so mögen.

6. Man wird es mir danken

Viele Menschen warten gar nicht darauf, dass du ihnen hilfst oder sie unterstützt. Echtes Geben verlangt nichts zurück. Es fließt einfach über. Die Überzeugung Man wird es mir danken entsteht oft aus einer Bedürftigkeit und ist im Grunde manipulativ: Ich tue etwas für dich und erwarte dafür, dass du es mir dankst, mich nicht fallen, mich erkennst (als guten Menschen).

Es spricht nichts dagegen hilfsbereit zu sein, aber die Motivation dahinter ist entscheidend.

7. Ich muss immer die Kontrolle behalten

Puh..Wie soll das gehen? Hört sich schon stressig an. Das Leben ist ein Prozess. Immer in Bewegung und im Fluss. Nichts bleibt wie es ist. Alles verändert sich, wechselt seine Form und vergeht. Die Natur macht es uns vor. Wie willst du kleiner Mensch das Leben oder dich (du bist schließlich auch Leben) kontrollieren?

Wenn du alles kontrollieren müsstest, dann dürftest du dich im Prinzip nicht mit andern Menschen einlassen und müsstest versuchen jegliche Veränderung und Entwicklung in dir und der Welt zu stoppen.

Unmöglich.

Wie wäre es mit: Ich verfolge meine Ziele und schaue was das Leben mir auf dem Weg zeigt?

Viele Überzeugungen sollten uns als Kind schützen und hatten damals ihre Berechtigung. Heute hindern sie uns daran, dass Leben zu führen, was wir eigentlich führen wollen.

Wie sieht es mit deinen geheimen Überzeugungen aus? Wie wäre es damit, dieses Jahr neue Erfahrungen zu machen, die den alten Strategien und Überzeugungen widersprechen?

Alles Liebe für 2019!

Bine

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