Ins Tun kommen: 16 Blockaden, die Du überwinden solltest

Vielleicht kennst Du das: Du willst ins Tun kommen und verfolgst einen Plan.

Und plötzlich sind sie da, die zweifelnden Fragen: Reichen meine Fähigkeiten für das, was ich mir vorgestellt habe aus? Bin ich gut genug? Fehlen mir nicht Erfahrung, Wissen und Autorität?

Veränderung ist immer mit einer Portion Risiko verbunden. Wir wissen nicht wohin sie uns führt. Und schon gar nicht, ob wir am Ende besser dran sind als vorher.

Wir wagen etwas Neues, ohne zu wissen, wie es ausgeht. Ob es sich lohnt oder langfristig auszahlt. Dazu gehört immer Mut und Ungewissheit.

In diesem Artikel geht es um die 16 häufigsten Blockaden, die Dir beim Umsetzen Deiner Ziele im Weg stehen.

1. Du glaubst, Du musst erst herausfinden, was Deine Berufung oder Lebensaufgabe ist

Wenn Du glaubst, dass Du erst etwas ausprobieren kannst, wenn Du weißt, was Deine Bestimmung ist, dann kann es sein, dass Du den Rest Deiner Lebenszeit mit der Suche nach dieser einen Aufgabe verbringst.

Wer auch immer sich das mit der Berufung ausgedacht hat, er wollte bestimmt nicht, dass Du wie das Kaninchen vor der Schlange sitzt und vor Angst gelähmt bist.

Auf irgendeine Eingebung zu warten, von der Du nicht weißt, ob sie je kommt…

Könnte tatsächlich verschwendete Zeit sein, oder?

Viel sinnvoller ist es, sich klar zu machen:

Das Leben ist keine Generalprobe und kann sehr schnell vorbei sein. Alles ist endlich.

Vielleicht hilft Dir die Frage:

Was macht mir Freude, was interessiert mich und wie und mit wem will ich meine Zeit verbringen?

Du brauchst nicht perfekt zu sein, um zu starten. Du musst auch nicht warten bis sich alle Deine Ängste geklärt haben. Deine Berufung wird auftauchen während des Prozesses.

Und selbst, wenn nicht:

Dem Gehenden schiebt sich der Weg unter die Füße.

2. Du denkst die Dinge nicht wirklich zu Ende

Du bleibst mit Deinen Gedanken immer nur an der Oberfläche Deiner Wünsche und Bedürfnisse und wirst nie konkret. Das heißt, Du informierst Dich nicht, was Du tatsächlich für Möglichkeiten hast. Stattdessen verdrängst Du Deine Wünsche gleich wieder, anstatt ernsthaft zu schauen, ob sie realisierbar wären. Du läufst jahrelang mit einer Idee im Kopf herum, ohne zu klären, ob sie tatsächlich umsetzbar ist.

Du willst Dich z.B. eigentlich trennen, machst Dir aber keine Gedanken darüber, wie Du dann leben willst, was auf Dich zu kommt oder was für Rechte Du hast.

Stattdessen bagatellisierst Du Deine Bedürfnisse und denkst, Naja, mit den Jahren ist das ja in jeder Beziehung so. Man kann halt nicht alles haben, wenigstens haben wir einen schönes Haus…

 3. Du klärst Deine inneren Konflikte nicht

Oft besteht ein innerer Konflikt zwischen zwei Seiten der Persönlichkeit. Die eine Seite treibt an und möchte ins Tun kommen, die andere Seite blockiert und hält das Vorhaben für sinnlos.

Innere Konflikte verwirren und enthalten oft widersprüchliche Handlungsaufforderungen. Der eine Teil sagt,

Kündige Deinen Job und mach Dich selbständig“, der andere Teil dagegen legt Dir nahe: „Vergiss es, das funktioniert nie im Leben“.

Es kommt zu keiner Lösung und beide Seiten werden oft nicht zu Ende gedacht.

Hier hilft es beide Anteile auf den Stuhl zu setzen, anzuschauen und in Dialog treten zu lassen.

  • Ich möchte A
  • Ich möchte B

Dazu kannst Du beide Positionen einnehmen und ihre Bedenken und Hoffnungen aussprechen. Am besten schreibst Du die Argumente beider Seiten in zwei Spalten.

Danach schaust Du Dir die Aussagen von A und B an und findest als neutraler Dritter einen Kompromiss.

 4. Du hast Angst, sichtbar zu werden

Uns zu zeigen, ist eine der höchsten Herausforderungen für uns Menschen. Wer sich zeigt, macht sich angreifbar.

Den Kopf aus der Herde zu strecken, bedeutet Gefahr. Diese Angst ist nicht allein Deine Angst. Es ist eine kollektive Angst, die schon Generationen vor uns davor bewahrt hat, die Feuerstelle der Gruppe zu verlassen und von wilden Tieren gefressen zu werden. Heute ist Dein Leben nicht mehr wirklich bedroht, wenn Du Deinen Weg gehst. Selbst dann, wenn Du Dich blamierst und verspottet wirst, wird Dir der Bäcker um die Ecke noch Brötchen verkaufen.

5. Du hast Angst vor Fehlern

Als Schönwetter Segler kommst Du nicht weit. Gegenwind wird es auf der Reise immer geben. Wir lernen unser Leben lang. Das heißt, es ist auch völlig in Ordnung, wenn Du mal etwas in den Sand setzt. Nur so kannst Du Dich weiter entwickeln. Fehler zu machen, gehört einfach dazu.

Das Schlüsselwort heißt Vertrauen und sich auf den Weg begeben. Unterwegs werden sich neue Türen öffnen.

Das Schöne ist: Klarheit kommt durchs Tun selber.

Wenn Du die Würfel oft genug wirfst, dann ist irgendwann Dein Sechser dabei.

Immer wieder ein neuer Versuch.

Bis es funktioniert. Das ist Deine persönliche Evolution. Ausprobieren und schauen, was passiert.

6. Du fühlst Dich nicht vorbereitet genug

Erst wenn ich schöner, schlanker, gebildeter, belesener bin…

 

Ich brauche erst noch ein Zertifikat, einen Abschluss, eine Diät, ein Buch etc.

Das sind alles Gedanken, die Dich davon abhalten zu handeln.

Mach es doch einfach mal bewusst spielerisch, unperfekt und mit Anfängergeist.

Oder stelle Dir die vierte Frage der Work von Byron Katie:

Was wäre ich ohne diesen Gedanken?

Was wäre, wenn ich nicht denken würde: Ich muss anders sein als ich bin, um etwas Bestimmtes zu tun?

Meistens ist die Antwort auf diese Frage eindeutig:

Ich würde es einfach tun und schauen, was passiert.

Probiere Dich aus. Vielleicht merkst Du unterwegs, dass Dir das, was Du tust, nicht liegt. Nichts ist in Stein gemeißelt. Du kannst die Weichen immer wieder neu stellen.

7. Du machst Dir Sorgen, was andere über Dich denken

Den meisten Leuten ist völlig egal, was Du tust. Du denkst nur, dass jeder genau DICH beim Fallen beobachtet. Andere Menschen sind meist viel mehr damit beschäftigt, sich Gedanken darüber zu machen was die „anderen“ von IHNEN denken.

8. Du machst es zu wichtig

Ziele sind oft überbewertet und zu statisch. Sei etwas offener und flexibler mit Deinen Zielen. Sieh das Ganze spielerisch. Du machst sowieso nichts weiter als Erfahrungen. Manche fühlen sich gut an, andere nicht. Du hast die Chance in diesem Leben auszuprobieren, was Dir liegt und was Dich erfüllt. Folge am besten Deiner Freude und dem, was Dir wirklich Spaß macht.

9. Du hast Menschen um Dich, die sehr kritisch sind

„Das machen aber doch schon viele, wäre es nicht besser, wenn… Das ist doch viel zu unsicher und unvernünftig…“

Oft Sind Tipps und Ratschläge von Skeptikern gut gemeint. Aber sie bringen Dich nicht wirklich weiter. Besonders dann nicht, wenn sie von Menschen kommen, die nicht da sind, wo Du hinwillst oder von denjenigen, die selber mit sich und ihrem Leben unzufrieden sind.

Du brauchst Leute in Deinem Umfeld, die Dir Mut machen. Sonst wird Dein kleines Feuer der Veränderungslust sofort ausgelöscht. Du hast ja wahrscheinlich schon genug mit Deinen eigenen Zweifeln zu tun…

10. Du nimmst Dir zu viel auf einmal vor

Vielleicht sind Deine Ziele so hoch gesteckt, dass Du sie gar nicht erreichen kannst.

Vielleicht überforderst Du Dich regelmäßig, weil Du zu viel auf einmal willst?

Versuch doch mal geduldig und liebevoll mit Dir und Deiner Entwicklung zu sein. Lerne Dich auch für kleine Schritte zu loben und gönne Dir regelmäßig Pausen, in denen Du dich mit völlig anderen Dinge beschäftigst.

Deine Ziele sollten Dich motivieren, aber auf keinen Fall unrealistisch und überfordernd sein.

Das Geheimnis ist:

Du gehst einfach nur den nächsten Schritt. Du musst nur den nächsten Schritt wissen – gerade dann, wenn Du überfordert bist. Wenn Du Muße und Lust hast, kannst Du auch schon weiter planen, aber wenn Du ins Stocken kommst:

Einfach nur den nächsten Schritt gehen. Und der kann ganz klein sein..

11. Du hast Angst, nicht gut genug zu sein

Ein Fallstrick ist der Glaube, Leistung bringen zu müssen, um liebenswert zu sein.

Wenn Du glaubst, dass Dein Wert von Deinem Erfolg abhängt, dann setzt Du Dich enorm unter Druck.

Mache Dir bewusst: Du bist gut genug, und zwar so wie du bist.

Selbst wenn:

  • Du Dich blamierst
  • Du keinen Cent verdienst
  • Du niemals einen Kunden gewinnst
  • keiner Deinen Blog liest
  • keiner Deine Produkte kauft
  • niemand Deine Kunst versteht
  • sich niemand für Deine Expertise interessiert
  • Du merkst, dass Dir das, was Du tust, doch nicht liegt
  • Du mit Deinem Vorhaben scheiterst

Dein Wert als Mensch definiert sich nicht über materiellen Erfolg oder die Anerkennung anderer.

Du musst Dir und anderen nichts beweisen. Du bist hier, um zu leben und Dich auszuprobieren.

Ohne Gegenleistung. Einfach so.

12. Du zweifelst ständig an Dir und Deinen Entscheidungen

Du triffst Entscheidungen und stellst sie dann so lange in Frage, bis Du nicht mehr sicher bist, ob Du die richtigen Maßnahmen verfolgst. Damit kannst Du Dich wochenlang im Kreis drehen. Das kostet viel Kraft und Zeit.

Gewöhne Dir an, zu Deinen Entscheidungen zu stehen und sie durchzuziehen. Ignoriere die Zweifel und bleibe so lange bei der Sache, bis Du wirklich sicher sein kannst, dass Deine Maßnahmen zu nichts führen.

13. Du hast keine Lust auf die Konsequenzen, die Dein Tun mit sich bringt

Bist Du bereit, zig mal für Deine Kunst zerrissen zu werden und Dir anzuhören, dass Du kein Talent hast?

Bist du bereit, ständig um die Welt zu fliegen und auf einen festen Freundeskreis und Familie zu verzichten?

Bist du bereit 5 Stunden die Woche Gewichte zu stemmen, um am Strand mit Waschbrettbauch zu glänzen?

Vielleicht denkst Du noch mal darüber nach, ob der Preis, den Du für das Erreichen Deiner Ziele zahlen musst, für Dich angemessen ist.

Ein guter Indikator ist: Du magst die Tätigkeit und nicht nur das Ergebnis.

14. Du hast Angst, unbedeutend zu sein

Damit meine ich die Angst davor, sich darin bestätigt zu sehen, etwas nicht zu schaffen und keinen Einfluss zu haben. Diese Angst kann besonders dann stark ausgeprägt sein, wenn Du als Kind die Erfahrung gemacht hast, nichts bewirken zu können oder all Deine Bemühungen ins Leere gelaufen sind. Hier können auch tiefe Überzeugungen von Ohnmacht sitzen, die Du nie wieder fühlen möchtest und theoretisch fühlen könntest, wenn die Umsetzung Deiner Idee scheitert. Hier hilft nur ausprobieren und gegebenenfalls das Scheitern zu erleben und zu bemerken, dass es nicht so schlimm ist wie befürchtet. Im Gegenteil. Jetzt bist Du groß und kannst mit heftigen Gefühlen umgehen.

15. Deine Schatten kommen hoch

Wenn Du Deinen Weg gehst, dann kommen Deine Themen hoch. Bildlich gesprochen triggert Dein Licht Deine Schatten. Das kann sich auf unterschiedliche Art und Weise äußern:

  • Du wirst depressiv
  • Du fühlst Dich krank
  • Du bekommst körperliche Symptome
  • Du zweifelst
  • Du schläfst schlecht
  • Du wirst unruhig
  • Du bist anfällig für alle Arten von Ablenkung
  • Du wirst extrem bedürftig
  • Es scheint so, als würde Dir nichts gelingen

Alle Deine Themen kommen hoch, fordern Dich heraus und versuchen Dich in Deiner Komfortzone zu halten.

16. Du hast Angst vor dem Scheitern

Wenn Du ein Ziel vor Augen hast und bereit bist zu handeln, besteht immer die Möglichkeit des Scheiterns.

Woher weißt Du also, ob Du die Enttäuschung des Scheiterns überhaupt ertragen kannst?

Das kannst Du natürlich nicht wissen.

Das Nichtversuchen ist oft eine Art Selbstschutz, um das Scheitern nicht ertragen zu müssen.

Die Frage ist:

Wie gehst Du mit Angst um?

Mit der Ungewissheit über die Zukunft. Mit dem Teil, der keine konkrete Erfahrung darüber hat, ob Du eine Situation meisterst oder eben nicht?

Du kannst sie ausblenden und Dich betäuben.

Oder Du resignierst.

Das heißt, Du probierst gar nicht aus, was wäre, wenn Du das Risiko eingehst irgendetwas zu tun, von dem Du träumst.

Du bleibst Zuschauer, weil du befürchtest, es könnte noch schlimmer werden als es jetzt schon ist.

Das Problem ist: Der Gedanke, was wäre gewesen wenn, wird Dich immer wieder einholen und in Dir eine diffuse Unzufriedenheit auslösen.

Nimm einfach das kleine, ängstliche Kind in Dir liebevoll an die Hand und probiere Dich aus. Wage kleine Schritte raus aus Deiner gewohnten Welt. Riskiere es, zu scheitern oder zu sehen, dass das wovor du Angst hast gar nicht so schlimm ist.

Sei liebevoll mit Deiner Blockade. Die Angst darf da sein. Du bleibst offen und fühlst die Dinge, ohne ihnen eine Geschichte zu geben. Du entwächst langsam Deiner Komfortzone und machst neue Erfahrungen, die Dir ermöglichen, Deine Kraft zu spüren und Selbstwirksamkeit zu entwickeln.

Einfach machen und eventuell zu scheitern ist besser, als sich von dem Gedanken Ach, ich schaffe das sowieso nicht“ zermürben zu lassen und zu resignieren.

Richtiges Scheitern ist viel gesünder. Du kannst dann ggf. einen Wunsch oder Traum wirklich loslassen und damit abschließen, anstatt ihn Dein Leben lang weiter zu träumen, ohne es je versucht zu haben.

Was hast Du für Erfahrungen mit dem Thema gemacht?

Ich freue mich, von Dir zu hören!

PS: Du suchst Deine Berufung oder möchtest ins Tun kommen und weißt nicht wie? Ich helfe Dir gerne. Schau doch einfach mal  HIER auf meiner neuen Seite vorbei.

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