3 Geheimnisse für echte Begegnung

 

 

Wann kann wirklich etwas aus einer Begegnung (oder mehreren) entstehen?

 

1. Sei präsent

 

Präsenz bedeutet die Fähigkeit und Freiheit, das zu sehen, was zu sehen ist, anstatt den inneren Bildern und Gespenstern der Vergangenheit zu folgen, die sich vor den Menschen schieben, der Dir hier und heute gegenübersteht.

Christian Meyer beschreibt es so:

„Präsenz ist die Fähigkeit, wirklich das zu spüren, was im Augenblick im Körper spürbar ist, und frei zu atmen, wie der Körper jetzt gerade atmen will, statt, einer alten Gewohnheit aus früheren Zeiten gemäß, den Atem zu blockieren und flach zu halten. Es ist die Fähigkeit zu spüren, wie man wirklich hier und jetzt auf denn anderen lebendig reagiert, statt aufgrund innerer, aus der Vergangenheit stammender Bilder, Vorurteile und chronischer Ängste zu reagieren. Und es ist die Fähigkeit wirklich zu fühlen, was jetzt ist: die Freude, die Angst, die Lust und den Schmerz, wie sie sich aus der Situation heraus hier und jetzt ergeben, statt die gerade auftauchenden Gefühle von früheren, innerlich immer wiederkehrenden Szenen bestimmen zu lassen. Präsenz bedeutet, ganz hier und jetzt zu sein.“

 

Ich finde diese Beschreibung trifft es total. Und es lohnt sich immer, ins Hier und Jetzt zu kommen, egal wohin unser Verstand uns (ver)führen will.

 

2. Hör wirklich zu

 

Achtsames Zuhören wirkt wie Dünger.

Das wurde im Buddhismus schon vor mehr als 3.000 Jahren gelehrt.

Demnach ist Zuhören keine Technik, sondern eine Haltung.

Dem anderen gegenüber offen, zugewandt, neugierig und wertfrei zu sein hat hier Priorität. Achtsames Zuhören ist eine Kunst – und ein Geheimnis für echte Begegnungen.

 

3. Stell Fragen

 

Jedes gute Gespräch braucht mindestens einen, der es anregt, und einen, der sich darauf einlässt.

Es gibt Menschen, die sind geborene Erzähler, und es gibt Menschen, denen man viele Fragen stellen muss.

Je besser wir zuhören und damit verstehen, was der andere braucht, desto besser werden die Fragen. Unterdrücke aber bitte den möglichen Impuls, dem Gesprächspartner mit ganz besonders schlauen Fragen imponieren zu wollen :).

Wenn Du alle Urteile über Dein Gegenüber fallen lässt und Dich traust, bis ins Detail Fragen zu stellen, dann erhältst Du die Chance, jemanden wirklich zu sehen. Solche Gespräche erfordern Achtsamkeit und echtes Interesse am Gegenüber. Du kannst sie nicht so nebenbei führen (also weg mit dem Smartphone).

 

 

Wir können den anderen vielleicht nicht immer verstehen. Aber wir können ihm zuhören. Ihm unsere volle Aufmerksamkeit schenken. Mit ihm präsent sein. Und ihm sagen, was wir spüren. Dann ist alles andere Nebensache. Denn dann sind wir einfach zusammen. In dem Moment den wir teilen.

Mehr brauchen wir nicht für echte Begegnung.

Wann war Deine letze echte Begegnung?

 

 

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